Fachkonferenz

Fachkonferenz: Umwelt und Klimawandel in Marokko

Am 12. und 13. Mai 2012 hat die Konrad-Adenauer-Stiftung zusammen mit der Association Ribat Al Fath pour le Développement Durable eine Fachkonferenz in Tanger zum Thema „Umwelt und Klimawandel in Marokko: Diagnose und Perspektiven“ veranstaltet.

Details

Am 12. und 13. Mai 2012 hat die Konrad-Adenauer-Stiftung in Partnerschaft mit der Stiftung Wissensraum Europa-Mittelmeer (WEM) und der Association Ribat Al Fath pour le Développement Durable eine internationale Konferenz in Tanger zum Thema „Umwelt und Klimawandel in Marokko: Diagnose und Perspektiven“ veranstaltet.

Konferenzteilnehmer waren Wissenschaftler, Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung sowie Vertreter der marokkanischen Zivilgesellschaft.

Die Folgen von Klimawandel und Verschmutzung der natürlichen Ressourcen stellen Marokko zunehmend vor ökologische, ökonomische und soziale Herausforderungen. Als ein Land, das stark abhängig von einer funktionierenden Landwirtschaft ist (fast 50 Prozent der marokkanischen Bevölkerung lebt direkt von der Landwirtschaft), ist Marokko besonders verwundbar gegenüber anhaltenden Trockenperioden, Wasserknappheit und Austrocknung von Kulturböden.

Die neue marokkanische Verfassung von 2011 hat erstmals das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung und den Schutz der natürlichen Ressourcen verankert sowie das Recht auf Zugang zu (Trink)wasser und einer gesunden Umwelt (Artikel 31) anerkannt. Zudem hebt die neue Verfassung die Rolle der Zivilgesellschaft und NROs hervor (Artikel 12). Auch hierdurch können sich zivilgesellschaftliche Akteure, die sich für den Schutz der natürlichen Ressourcen einsetzen, in ihrem Engagement gestärkt fühlen.

Ziel der Konferenz war es zum einen, eine umfassende Diagnose zu den Folgen des Klimawandels und der Degradierung der natürlichen Ressourcen in Marokko zu liefern. Zum anderen sollten (neue oder bereits praktizierte) Lösungsansätze zum Schutz der natürlichen Ressourcen sowie Maßnahmen zur Anpassung (adaptation) an bzw. Milderung (atténuation) des Klimawandels diskutiert werden.

Nach lebhaften Diskussionen haben sich die Konferenzteilnehmer auf eine Deklaration mit über 20 Empfehlungen bzw. Forderungen u.a. zu einem nachhaltigen Wassermanagement, einer verbesserten Umwelt-Governance, Klimaforschung, Schutz der Küstenzonen, Abfall- und Abwasserentsorgung sowie Krisenvorsorge und Frühwarnsysteme im Falle von Naturkatastrophen und langen Dürreperioden geeinigt.

Ein ausführlicher Bericht zur Konferenz (auf Französisch) steht als Download zur Verfügung.

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Veranstaltungsort

Tanger

Publikation

Environnement et Changement Climatique au Maroc – Diagnostic et Perspectives
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Environnement et Changement Climatique au Maroc - Diagnostic et Perspectives
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Kontakt

Dr. Ellinor Zeino-Mahmalat

Umweltkonferenz_Tanger_12-05-2012 v_2
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DW-Medientraining-07-05-2012_Tanger KAS Rabat

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Auslandsbüro Marokko