Fachkonferenz

IPS-Alumni Regionalkonferenz in Marokko 2017

Herausforderungen irregulärer Migration bewältigen,Chancen regulärer Migration nutzen
Das Büro der KAS in Rabat hat in Zusammenarbeit mit dem IPS-Alumni, dem Deutschen Bundestag und der Botschaft Rabat eine Regionalkonferenz zum Thema „Herausforderungen irregulärer Migration bewältigen, Chancen regulärer Migration nutzen“ durchgeführt

Details

An der Konferenz nahmen die Alumni des Internationalen Parlaments Stipendiums (IPS) teil. Die Konferenz fand vom 16. bis zum 19. November 2017 in Rabat statt. Das IPS ermöglicht jungen Hochschulabsolventen aus 42 Nationen einen fünfmonatigen oder einmonatigen Aufenthalt in Berlin, durch den sie das parlamentarische System Deutschlands innerhalb eines vom Deutschen Bundestag finanzierten Stipendiums kennenlernen. Ziel des Programms ist es, Politikabläufe und demokratische Entscheidungsprozesse hautnah mitzuerleben. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten arbeiten in einem Büro einer/eines Bundestagsabgeordneten und können darüber hinaus im fünfmonatigen Programm an Lehrveranstaltungen der Berliner Universitäten teilnehmen.

Viele der ehemaligen Stipendiaten arbeiten heute in Nordafrika und im Nahen Osten – in Ländern, wo Flucht, reguläre und irreguläre Migration eine große Rolle spielen. Diese Länder haben mit der Emigration qualifizierter Fachkräfte zu kämpfen, während gleichzeitig große Zahlen von Flüchtlingen aus anderen Staaten Schutz bei ihnen suchen. Zudem dienen sie oft als Zwischenstopp für Migranten auf dem Weg nach Europa. Auch dort, in Europa, ist das Thema Flucht und Migration eine aktuelle Herausforderung und gesellschaftspolitischer Zündstoff.

Auf der Konferenz setzten sich die Alumni mit Instrumenten zur Eindämmung irregulärer Migration und den Chancen legaler Migration auseinander. Außerdem hatten sie die Möglichkeit, mit Experten über Migrationsfragen zu diskutieren. Prof. Dr. Ulrich Schöler, Leiter der Abteilung Wissenschaft und Außenbeziehungen des Deutschen Bundestags, und Michael Pietsch von der Deutschen Botschaft in Rabat beantworteten Fragen zur deutschen Migrationspolitik. Leila Ouchani, Abteilungsleiterin für die wirtschaftliche Integration von Migranten im MRE (marokkanisches Ministerium für Migrationsfragen), hielt einen Vortrag zur marokkanischen Asyl- und Immigrationsstrategie. Peter Wolf von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Dr. Mehdi Alioua von der Groupe antiraciste de défense et d’accompagnement des étrangers et migrants (GADEM) stellten ihre Projekte im Bereich Migration vor.

Auch die Expertise der Alumni wurde genutzt. Sie hielten informative Vorträge zur Migrationssituation in ihren Ländern und tauschten sich auf diese Weise über die damit einhergehenden Herausforderungen und Chancen in Ägypten, Algerien, Jordanien, dem Libanon, Marokko, Palästina und Tunesien aus.

Am letzten Tag fanden sich die Teilnehmer in zwei Workshop-Gruppen zusammen. Ein Workshop wurde von Moha Ezzabdi von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) moderiert und behandelte die Frage, wie Migrationspotenzial am besten genutzt werden kann. Der zweite Workshop setzte sich mit dem Thema Reintegration auseinander und wurde von Nabil Gouza, dem Vorsitzenden des Vereins Moroccan German Experts moderiert. Die Teilnehmer stellten sich die Frage, wie freiwillige Rückkehrer unterstützt werden können.

Die Teilnehmer möchten in Zukunft ähnliche Veranstaltungen organisieren und gaben zum Abschluss der Konferenz einen Ausblick auf künftige Aktivitäten des Alumni-Netzwerks.

Für mehr Informationen zum IPS Programm des Deutschen Bundestags: https://www.bundestag.de/ips

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Veranstaltungsort

Hotel Rive, Rabat

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