Veranstaltungsberichte

Die Welt in 2030: Frauen, Entwicklung und Politik

von Dilpreet Kaur
AWPC Netzwerktreffen
"Die Änderung von Normen sollte an der Spitze der Agenda 2030 stehen. Wir alle müssen eine Rolle dabei spielen, negative soziale Normen in Frage zu stellen und Stereotypen zu verändern." Was bereits das UN Secretary-General’s High-Level Panel on Women’s Economic Empowerment gefordert hat, war auch die Schlussfolgerung des Treffens des Asian Women Parliamentaran Caucus (AWPC) in Singapur.

Die Gruppe von 25 Politikerinnen aus dem asiatisch-pazifischen Raum nahm am 8. November am Diskussionsforum Lee Kuan Yew School for Public Policy (LKYSPP) zur aktuellen Entwicklungen im Bereich Gleichstellung und Teilhabe von Frauen in Asien/Pazifik teil. Senatorin Linda Reynolds aus Australien, Dr. Dipu Moni aus Bangladesch und Emmi De Jesus aus den Philippinen zeigten die spezifischen Herausforderungen für ihre jeweiligen Länder und Regionen auf.

Nach einer anregenden Podiumsdiskussion hatte die Delegation die Ehre, sich am nächsten Tag mit Grace Fu, Ministerin für Kultur, Gemeinwesen und Jugend in Singapur und den Abgeordneten Tin Pei Ling und Rahayu Mahzam auzutauschen. Welche Rolle spielt die Frau in der Gesellschaft? Was sind die Reformen der Regierung, um eine angemessene Work-Life-Balance in Singapur zu erreichen? Welchen Ansatz verfolg Singapur im Kampf gegen Menschenhandel?, waren einige Fragen, die im Zuge dieses engagierten politischen Dialogs angesprochen wurden.

Menschenhandel war auch das Thema des 1,5-tägigen Workshops über strategische Zukunftsforschung im UNDP (United Nations Development Programme) Global Center for Public Service Excellence. Strategic Foresight bezeichnet dabei eine innovative Strategieplanung, Politik-Formulierung und Lösungsmethode, bei der mit alternativen Zukunftsszenarien gearbeitet wird. AWPC-Mitglieder durchliefen daher eine Reihe von Brainstorming-Aktivitäten, bei denen sie sich mit der Entwicklung bevorzugter, wahrscheinlicher und negativer Zukunftsszenarien befassten, wenn es darum geht, Menschenhandel zu bekämpfen. Die Treffen endete mit einer Diskussionsrunde zu aktuellen Ansätzen gegen Menschenhandel in Asien. Zwar gibt es vieleOrganisationen und Initiativen, um den Menschenhandel in Asien zu bekämpfen, aber ein zentrales Problem, das fortbesteht, ist die anhaltende mangelnde Zusammenarbeit verschiedener Akteure in diesem komplexen Bereich.

Über AWPC: Das regionale Netzwerk ist bestrebt, Frauen in der Politik miteinander zu verbinden, um in relevanten politischen Fragen zusammenzuarbeiten. Das Netzwerk trifft sich jährlich und versammelt Parlamentarierinnen und Expertinnen aus über 15 asiatischen Ländern.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.