Veranstaltungsberichte

Governance und Sicherheit in der nördlichen Grenzregion Mexikos

von Celina Menzel
I. Strategisches Seminar mit dem Colef
Am 22. und 23. Februar fand in Tijuana unser erstes strategisches Seminar in Zusammenarbeit mit dem Colegio de la Frontera Norte (Colef) zum Thema Governance und Sicherheit in der nördlichen Grenzregion Mexikos statt.

Beide Seminartage beinhalteten zahlreiche Vorträge von herausragenden Experten im Bereich der nationalen und internationalen Sicherheit, organisierten Kriminalität, Gewaltverbrechen und Sicherheitskräften. Die Experten arbeiten in Wissenschaft und Forschung, öffentlicher Verwaltung, und Entwicklungsorganisationen. So hielt Ricardo Márquez der nationalen Sicherheitskommission einen Vortrag zu den strategischen Visionen für eine verbesserte Sicherheit in der nördlichen Grenzregion, während der Sicherheitsbeauftragte für Tijuana, Marco Antonio Sotomayor, konkrete Initiativen der Bevölkerung zu lokalen Präventionssystemen vorstellte. Laura Atuesta vom CIDE präsentierte ihre Datenbank zum Drogenkrieg an der Nordgrenze und wies auf die Bedeutung von verlässlichen Daten hin. Es folgte eine Präsentation von Silke de la Parra zur sozialen Prävention von Gewalt und Verbrechen, sowie ein Vortrag von María del Socorro Arzaluz zu Gender-Aspekten der Präventions- und Reinsertionsarbeit der Abteilung für öffentliche Sicherheit in Nuevo León. Zudem stellte Raúl Benitez von der UNAM seine Forschung zur Wahldebatte und Sicherheit vor. Schließlich sprach Indira Villegas von USAID über die Präventionsprogramme, welche USAID in den nördlichen Städten Mexikos durchführt, und Lorena Pérez analysierte die Professionalisierung der Polizei in Tijuana.

Eine der Hauptattraktionen des Seminars war der Vortrag von Edgardo Buscaglia zur vertikalen ökomischen Integration von organisierter Kriminalität als Konsequenz der politischen Korruption. Herr Buscaglia ist ein herausragender Experte im Bereich der internationalen Sicherheit, organisierten Kriminalität und Geldwäsche und lehrt an einigen der besten Universitäten weltweit, u.a. der Columbia University in New York. Sein Vortrag stieß bei den Teilnehmern auf reges Interesse und führte zu einer angeregten Diskussionsrunde.

Allen Vorträgen folgten Fragen und Antworten, Kommentare und angeregte Diskussionen. Die Bedeutung des Themas war an der aktiven Teilhabe und dem regen Interesse der Teilnehmer erkennbar. Zusätzlich wurde das Seminar online übertragen und über 800 Personen nahmen die Gelegenheit wahr, sich zumindest Teile des Seminars online anzuschauen.

Dem ersten strategischen Seminar werden im April und Mai weitere Seminare mit thematischen Schwerpunkten auf Umwelt und Demokratie folgen.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.