Veranstaltungsberichte

Hablemos con: Precandidatos al Concejo de Bogotá

Am Donnerstag, dem 28. März fand die erste Veranstaltung im Rahmen der Reihe “Hablemos con” (Sprechen wir mit…) statt, die vom Studentennetzwerk “Red Estudiantil“ der KAS Kolumbien gemeinsam mit dem Nachrichtenportal „Ultima Hora Colombia“ organisiert wird.

Gesprächspartner der 48 Jugendlichen waren dieses Mal Präkandidaten zum Stadtrat Bogotás. Dabei sollten Vorschläge zur Lösung der dringendsten Probleme der Stadt vorgestellt und diskutiert werden.  

“Hablemos con” ist in Konzept das den Meinungsaustausch zwischen Studenten und wichtigen Akteuren des öffentlichen Lebens ermöglichen soll. Eingeladen waren die Kandidaten zum Stadtrat Diego Laserna von der Partei Alianza Verde; Juan David Quintero von der Liberalen Partei sowie Juan Pablo Echeverry vom Centro Democrático, wobei Herr Echeverry im letzten Moment seine Teilnahme absagen musste.    

Wichtigste Themen waren Sicherheit, Mobilität und Umweltschutz; moderiert wurde das Treffen von Angie Galindo, Mitglied des Studentennetzwerks.

Im Thema Sicherheit stimmten beide Kandidaten darin überein, dass es den Bürgern erleichtert werden müsse, Straftaten anzuzeigen und mehr Effizienz bei deren Verfolgung garantiert werden müsse. Nicht einig war man sich über den verstärkten Einsatz von Sicherheitskräften; während der Vertreter der Alianza Verde ein höheres Polizeiaufgebot verlangte, sah der Kandidat der Liberalen Partei die Lösung im Aufbau einer Bürgerwehr.

Im zweiten Thema Mobilität diskutierte man vor allem über die Legalität neuer Transportmittel wie Uber, Green y Pick Up, wobei Quintero bemängelte, dass eine gesetzliche Regelung fehle, obwohl die Nutzung der Plattformen längst an der Tagesordnung sei. Laserna lehnte dagegen solche Plattformen generell ab, und verlangte zu den traditionellen öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzukehren. Im Thema Umweltschutz war man sich einig, dass es effizienterer politischer Strategien zur Emissionskontrolle in Bogotá bedürfe, die auf die spezielle Situation der Stadt zugeschnitten seien.  

Im zweiten Teil des Treffens ging man auf folgende Fragen ein: Wie können die zunehmenden gewaltsamen Fahrrad-Diebstähle kontrolliert werden? Wie steht man zu der sog. Valorización” (Sondersteuer für Grundbesitzer zur Finanzierung von öffentlichen Projekten)? Wie ist die Luftverschmutzung durch veraltete Fahrzeuge zu bekämpfen? Wie kann das Problem der Schwarzfahrer im Schnellbus-System Transmilenio bewältigt werden? Bei der abschließenden Diskussion wurden weitere Punkte angesprochen, unter anderem die Verschrottung veralteter Busse, Gewalt gegen Frauen und die Nutzung öffentlichen Raums.

Abschließend wurde festgestellt, dass der Zugang zur öffentlichen Verwaltung für Frauen erleichtert und strengere Maßnahmen gegen den gewaltsamen Diebstahl von Fahrrädern getroffen werden müssten. Die “cilorutas” (Fahrradwege) müssten dringend restauriert und weiter ausgebaut sowie das Polizeiaufgebot an neuralgischen Punkten verstärkt werden. Der öffentliche Nahverkehr müsse auf saubere Energien umgestellt und um weitere Transportmöglichkeiten erweitert werden. Offen blieb die Frage, ob neue Gesetze die Lage verbessern könnten oder ob eine strengere Anwendung bestehender Vorschriften ausreichen sei.  

Zum Abschluss betonten beide Kandidaten wie wichtig es sei, auch die positiven Ergebnisse früherer Stadtverwaltungen anzuerkennen und auf dem Bestehenden aufzubauen.  

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Ansprechpartner

Angélica Torres

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Projektkoordinatorin

Angelica.Torres@kas.de +57 1 74309 47-208 +57 1 74606 75

Über diese Reihe

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