Veranstaltungsberichte

Renaissance von Traditionen und Fragen der nationalen Identität

Am 15. Oktober 2019 fand im Balkonsaal des Allrussischen Museums für Kunstgewerbe und Volkskunst das Rundtischgespräch zu verschiedenen Aspekten der Bewahrung und Wiederbelebung von nationalen Traditionen.
Der Eröffnung des Rundtischgesprächs durch Elena Titowa, Direktorin des Allrussischen Museums für Kunstgewerbe und Volkskunst, und Dr. Thomas Kunze, Leiter des KAS-Auslandsbüros Russland, folgten Begrüßungsansprachen von Dr. Michail Schwydkoy, außerordentlicher Vertreter des Präsidenten der Russischen Föderation in Fragen der internationalen kulturellen Zusammenarbeit, und Alexander Scholochow, Erster stv. Vorsitzender des Duma-Komitees für Kultur.

Über Probleme und Herausforderungen der Migrationspolitik in Deutschland sprach Tobias Zech. Der stellv. Präsident des Reservistenverbandes der Bundeswehr und ehem. MdB plädierte in seiner Rede für eine Leitkultur zur besseren Integration von Migranten und befürwortete die Vision eines gemeinsamen Wirtschaftsraums von Lissabon bis Wladiwostok.
Alexander Anisimow, Leiter der Abteilung für Vermittlung der russischen Kultur im Ausland und für Initiativprojekte im Kulturbereich, sprach über die Tätigkeit der Föderalagentur für Angelegenheiten der GUS, für Fragen der im Ausland lebenden Mitbürger und für internationale humanitäre Zusammenarbeit (Rossotrudnitschestwo).
Die Vorsitzende der interregionalen NGO "Assoziation der interethnischen Journalistik, Sonder-Reporterin für interethnische Probleme" Margarita Lange widmete ihren Vortrag den neuen Formen der Erhaltung der nationalen Identität und den Problemen ihrer Wahrnehmung durch Vertreter des traditionellen Modells.
Die Präsentationen über die Museumserfahrungen in der Bewahrung von Traditionen stellten Leiterinnen von Museumsprojekten aus Abakan, Rostow, Kasan, Saransk und Moskau vor.
Über die sozialen Aspekte der Aufbewahrung von Traditionen sprachen Teilnehmerinnen aus Norilsk, Petrosawodsk, Birobidschan und der Region Taymyr. Tatiana Brandt, Leiterin der NGO «Fond der sozialen und ökologischen Initiativen” aus Nischnij Novgorod hielt den Vortrag zum Thema Merkmale der nationalen Identität am Beispiel der Russlanddeutschen im Wolgagebiet.
Das Thema der nationalen Identität gewinnt in der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Situation wieder mehr an Bedeutung, und wird in den für das Jahr 2020 von der KAS geplanten Veranstaltungen diskutiert.

Bereitgestellt von

Auslandsbüro Russland

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.