Veranstaltungsberichte

Seminar über Verfassungsrecht in Russland und Deutschland

Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Sammlung ausgewählter Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Deutschlands, initiiert die Konrad-Adenauer-Stiftung Russland wissenschaftlich-praktische Seminare, die dem modernen Konstitutionalismus in Russland und Deutschland gewidmet sind und zum Ziel haben, der vergleichenden Rechtsforschung einen Impuls zu geben und die Interaktion und den Meinungsaustausch zwischen Studenten und jungen Wissenschaftlern zu fördern.

Am 11. Dezember 2018 fand an der juristischen Fakultät der Higher School of Economics (HSE) in St. Petersburg das erste dieser Seminare zum Verfassungsrecht in Russland und Deutschland statt, an dem 14 Studenten der juristischen Fakultäten der HSE in St. Petersburg und der staatlichen Universität St. Petersburg teilnahmen. Das Ziel des Seminars war die Diskussion über Entwicklungstendenzen der Rechtsprechung der Verfassungsgerichte Russlands und Deutschlands in der Sphäre der Vereinigungsfreiheit.

Das Seminar war aus einem theoretischen und einem praktischen Teil zusammengesetzt und begann mit einer Vorlesung zur Rechtsprechung im Bundesverfassungsgericht Deutschlands im Hinblick auf die Assoziierungsfreiheit. Experten waren Benjamin Reeve, M.A., Mitglied des Cologne-Bonn Centre for Central and Eastern Europe, der Dozent des Lehrstuhls für Theorie und Geschichte von Recht und Staat der juristischen Fakultät der HSE, Dr. M. Antonow, und der Lehrer des Lehrstuhls für Verfassungs- und Verwaltungsrecht der juristischen Fakultät der HSE, D. Kuznetsov, LL.M. Die beiden letzteren sprachen über Methodologie und Rechtsprechung des Verfassungsgerichts Russlands. An der Veranstaltung nahm außerdem auch der Richter des Verfassungsgerichts von St. Petersburg, E.A Bushev, teil.

Im Folgenden wurden die Studenten in Teams aufgeteilt und stellten jeweils eine begründete Position ihrer Partei zu einem beispielhaften Fall des Verfassungsgericht Russlands dar. Nach dem praktischen Teil gaben deutsche und russische Experten den Studenten ihre Einschätzung wieder.

Wir danken dem Autoren der Idee, dem Direktor des St. Petersburger Rechtsinstituts benannt nach dem Prinzen P.H. Oldenburgsky, A. Gutnikov und der juristischen Fakultät der HSE in St. Petersburg für die Mithilfe bei der Organisation und Durchführung der Veranstaltung!

Ansprechpartner

Olga Kiseleva

Olga Kiseleva bild

Projektkoordinatorin

olga.kiseleva@kas.de +7 495 626 00-75 +7 495 626 00-76

Über diese Reihe

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