Storm Signal / flickr / CC BY-SA 2.0

Länderberichte

ESKOM – Südafrikas Gretchenfrage

von Moritz Sprenker

Afrikas größter Energieproduzent in der Krise

Die südafrikanische Energiekrise ist kein neues oder unvorhergesehenes Problem. Seit den 1950er Jahren wurden gravierende politische und wirtschaftliche Entscheidungen getroffen, die im aktuellen Status quo resultieren.

Das südafrikanische nationale Versorgungsunternehmen ESKOM ist der größte Energieproduzent Afrikas. ESKOM produziert ca. ein Drittel des gesamtafrikanischen Stroms und deckt 90 Prozent des heimischen Energiebedarfs. Doch das Unternehmen befindet sich in den letzten Jahren in der Krise und die Regierung ist nicht mehr in der Lage, den Anforderungen der Bevölkerung und Industrie gerecht zu werden. Korruption, Misswirtschaft und eine überdimensionierte Belegschaft haben ESKOM nachhaltig geschädigt. Der Schuldenberg des Unternehmens wächst stetig und erreichte Ende März rund 26 Milliarden Euro. Die Hilfslosigkeit der Regierung spiegelt sich in dem krampfhaften Versuch wider, das Stromnetz durch rotierendes Abschalten verschiedener Städte zu entlasten (Load Shedding). Eine notwendige Restrukturierung des Unternehmens lässt jedoch auf sich warten.

 

Den gesamten Bericht können Sie sich als pdf herunterladen.

Bereitgestellt von

Auslandsbüro Südafrika

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 80 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.