Flickr/ILO/CC BY-NC-ND 2.0

Länderberichte

Friedliche Wahlen in Ghana – Verluste für die regierende NPP

von Burkhardt Hellemann
Die Ergebnisse der achten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen Ghanas sind knapp 48 Stunden nach Schließung der Wahllokale offiziell von der ghanaischen Wahlkommission verkündet worden: Der amtierende Präsident Akufo-Addo ist mit 51,59% der Stimmen wiedergewählt worden und wird in vier Wochen zum zweiten Mal zum Präsidenten Ghanas ernannt werden. NDC-Kandidat Mahama kam auf 47,36% der Stimmen. Allerdings hat die regierende NPP herbe Verluste bei den Parlamentswahlen erleiden müssen.

Ghana bleibt demokratischer Leuchtturm Afrikas

Medien, Zivilgesellschaft und internationale Beobachter sind sich einig: Es habe bislang in der Vierten Republik seit 1992 noch keinen so reibungslos funktionierenden Wahltag an den über 38.000 Wahlstationen gegeben. Allein die Katholische Kirche Ghana hatte ca. 4.000 Wahlbeobachter an Wahlstationen positioniert und den Wahltag beobachtet. Ein Zusammenschluss von ghanaischen NGOs begleitete die Wahlurnen ebenfalls mit ca. 4.000 Beobachtern. Einen Schatten auf den Auszählungsprozess warfen allerdings lokale Gewaltausbrüche, in deren Rahmen es am Abend in einigen wenigen Wahllokalen zu Zusammenstößen zwischen Parteianhängern und der Polizei kam. Die Ursachen sind noch nicht genau geklärt; insgesamt kamen dabei aber fünf Personen ums Leben, mehrere Menschen wurden verletzt. Nichtsdestotrotz zeigten sich internationale afrikanische Gäste insgesamt beeindruckt, wie wenig Polizei- oder Militärpräsenz notwendig war, um die Wahlen abzuhalten – auch im Vergleich zu ihren Heimatländern.

...

Lesen Sie den gesamten Länderbericht als pdf.

Ansprechpartner

Burkhardt Hellemann

Ansprechpartner

Anna Wasserfall

Anna Wasserfall bild

Referentin für Westafrika / Digitale Formate Subsahara-Afrika

anna.wasserfall@kas.de +49 30 26996-3679
Länderberichte
reuters
4. Dezember 2020
Mehr lesen

Bereitgestellt von

Auslandsbüro Ghana

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 110 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den "Länderberichten" bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.