Veranstaltungsberichte

Nachhaltigkeit, Klimawandel und Netzwerkarbeit auf Kommunalebene

von Carmen Leimann-López
Am Freitag, den 24. Juli fand eine Onlinekonferenz über die Rolle der Städte zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 statt.

Daran nahmen herausragende Kommunalpolitiker und Mitarbeiter des Netzwerks für lokale Innovation (RIL), die Leiterin des Regionalprogramms Energiesicherheit und Klimawandel in Lateinamerika (EKLA) der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), Nicole Stopfer, der Geschäftsführer der Nichtregierungsorganisation Adapt Chile, Cristián Gutiérrez Pangui, und der Landesbeauftragte der KAS in Argentinien, Olaf Jacob, teil.

Die Maßnahme hatte zum Ziel Erfahrungen im Bereich Umweltschutz, Lebensqualität und Kooperation auszutauschen. Zu Beginn stellte Herr Jacob die Referenten vor und erklärte die Funktionsweise der Auslandsbüros der KAS sowie die der Regionalprogramme. Anschließend vertiefte Frau Stopfer die Ziele und Schwerpunkte des Programms, das sie leitet, und lud die Anwesenden dazu ein, die angebotenen Bildungsmaßnahmen wahrzunehmen sowie die kürzlich herausgegebenen Studien zu den genannten Themenschwerpunkten zu nutzen. Danach referierte Herr Gutiérrez darüber, wie Adapt Chile die Herausforderungen der Umweltverträglichkeit und Netzwerkarbeit angeht. Dabei müsse seiner Erfahrung nach einerseits die technische Perspektive berücksichtigt werden und andererseits die politische und bürgerliche. Nur so könne ein Konsens für langfristige Investitionsprojekte, beispielsweise in erneuerbare Energien, gefunden werden. Auf diese Art und Weise könne den sozioökonomischen Ungleichheiten und Umweltschäden, verursacht beispielsweise durch Kohlenstoffdioxidemissionen, nachhaltig entgegengetreten werden. Ferner sei der Austausch von bewährten Praktiken sowie das wissenschaftlich fundierte Arbeiten unabdingbar für den Erfolg der politischen Maßnahmen. Je nach Problemart empfehle er zudem die Einbindung der Bevölkerung in die Entscheidungsprozesse, beispielsweise in Form von Bürgerentscheiden oder Dialogforen. Auch die Expertise der Mitglieder der kommunalen Netzwerke sollte zur Rate gezogen werden. Zudem sollten die Petitionen der Bürger analysiert werden. Darüber hinaus warnte er davor die durch die Pandemie verursachte Wirtschaftsrezession sowie den Klimawandel trotz der gegenwärtigen gesundheitspolitischen Herausforderungen nicht aus den Augen zu verlieren. Beim Erörtern der Lösungsstrategien sollten alle Regierungs- und Kooperationsebenen miteinbezogen werden. Abschließend hob er die Notwendigkeit Netzwerkpflege und des Erfahrungsaustauschs hervor.

Ansprechpartner

Olaf Jacob

Olaf Jacob

Leiter des Auslandsbüros Argentinien

Olaf.Jacob@kas.de +54-11 4326 2552

Über diese Reihe

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