Veranstaltungsberichte

XI. INTERNATIONALER UMWELTKONGRESS: “INNOVATION FÜR DEN KLIMAWANDEL: FINANZIERUNG DES KLIMAWANDELS, KOOPERATIVE UND DIGITALE KREISLAUFWIRTSCHAFT”

Am 23. und 24. Oktober fand der XI. Internationale Umweltkongress des CEID in Zusammenarbeit mit der KAS Kolumbien im Club Nogal statt.
XI CONGRESO INTERNACIONAL DE MEDIO AMBIENTE KAS Colombia
XI CONGRESO INTERNACIONAL DE MEDIO AMBIENTE

Referenten und Panel-Teilnehmer waren Experten für Finanzierung der Klimaproblematik sowie kooperative und digitale Kreislaufwirtschaft. Der Kongress wurde eröffnet vom Direktor des CEID Colombia, Gilberto Rincón Gonzales, der Projektkoordinatorin der KAS Kolumbien, Andrea Valdelamar, dem ehemaligen Minister für Umwelt und Nachhaltige Entwicklung, Manuel Rodríguez sowie dem jetzigen Umweltminister  Ricardo Lozano.

Gilberto Rincón betonte in seinen Grußworten die Bedeutung innovativer Strategien bei der Bekämpfung des Klimawandels. Daher sei ein Ziel des Kongresses, in Kolumbien die Themen der globalen Agenda durch Vorstellung der Erfahrungen von Umwelt- und Finanzexperten bekannt zu machen. Manuel Rodríguez mahnte in seiner Eigenschaft als ehemaliger Umweltminister, dass die Temperaturen weltweit in den nächsten Jahren nicht über 1,5 Grad steigen dürften, da sonst eine Umweltkatastrophe unvermeidbar sei. Der Umweltkongress wolle dazu aufrufen, innovative Maßnahmen zu ergreifen und mehr Ressourcen in Wissenschaft, Forschung und Technologie zu investieren. Die Situation Kolumbiens sei insofern paradox, da sich das Land einerseits international als Verteidiger und Förderer einer nachhaltigen Entwicklung präsentiere, intern jedoch die Bedingungen dafür nicht erfülle.

Andrea Valdelamar sprach im Namen der KAS und führte die zahlreichen Herausforderungen im Bereich nachhaltiger Umweltschutz auf; diese könnten nur durch innovative Maßnahmen für eine „grüne“ Umweltpolitik und eine wirkliche nachhaltige Entwicklung in Angriff genommen werden. Ricardo Lozano erklärte die  Notwendigkeit einer entsprechenden Ausbildung in dem Bereich, die auf Daten und Informationen beruhe; dies müsse eine vordringliche Aufgabe von Universitäten und anderen Bildungsinstituten sein. Der Umweltminister betonte, dass besonders die ländlichen Gebiete und Dörfer Kolumbiens unter den Folgen des Klimawandels zu leiden hätten. Kolumbien unter der Regierung von Iván Duque werde daher als erstes Land in Lateinamerika eine Strategie für die Kreislaufwirtschaft mit folgenden Hauptthemen präsentieren: Biomasse, Energie, Wasser, Verpackungsmaterial und Industrieprodukte. Abschließend unterstrich der Minister, dass bei der Planung politischer Maßnahmen der Bedarf an finanziellen Mitteln berücksichtigt werden müsse.  

Als erste Referentin erklärte die Vertreterin der Green Economy Foundation, Cillian Lohan wie die Transition zu einem Wirtschaftsmodell mit geringem Kohleanteil im Rahmen einer Kreislaufwirtschaft aussehen könnte. Der Koordinator für Lateinamerika und die Karibik, Carlos Ruiz Garvia (CMNUCC) stellte die Initiative “Neutralidad Climática Ahora” vor.

Teilnehmer der anschliessenden Paneldiskussion waren: der Geschäftsführer der Climate Policy Initiative, Donovan Escalante; die Koordinatorin der Gruppe Klimafinanzierung für Lateinamerika und die Karibik, Sandra Guzmán; der Regionale Koordinator der UNEP FI in Lateinamerika und der Karibik, Matías Gallardo und der Vertreter für Lateinamerika der Organisation „Principios de Inversión Responsable“ (PRI), Eduardo Atehortúa. Dabei wurden Themen wie die Finanzierung der Klimaproblematik und das Konzept der “grünen Wirtschaft“ diskutiert. So konnten bei diesem Umweltkongress innerhalb von zwei Tagen die unterschiedlichsten Experten aus aller Welt im Thema Innovation und digitale Kreislaufwirtschaft zusammengebracht werden.

Über diese Reihe

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