Der Bericht analysiert die sich verschärfende Wasserkrise in Südafrika, die sowohl durch natürliche Wasserknappheit als auch durch tiefgreifende strukturelle Probleme verursacht wird. Südafrika gehört zu den trockensten Ländern der Welt, während Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Urbanisierung den Druck weiter erhöhen. Gleichzeitig verschärfen marode Infrastruktur, mangelnde Wartung, Korruption und unzureichende staatliche Steuerung die Lage erheblich.
Fast die Hälfte des aufbereiteten Trinkwassers geht durch Leckagen, Rohrbrüche, fehlerhafte Messsysteme und illegale Entnahmen verloren. Viele Gemeinden verstoßen gegen gesetzliche Vorgaben zur Wasserbewirtschaftung, und kriminelle Netzwerke – sogenannte „Tanker‑Mafias“ – profitieren von der Notlage durch Sabotage und überteuerte Wasserverkäufe.
Die Regierung hat die Wasserversorgung zur nationalen Priorität erklärt und große Investitionen angekündigt. Dennoch wird es Jahre dauern, die strukturellen Defizite zu beheben. Die Krise hat zudem politische Auswirkungen, da Wasser ein verfassungsmäßiges Grundrecht ist und die Bevölkerung zunehmend Verantwortlichkeit einfordert.
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