Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte

„Ostdeutsch heißt Gesamtdeutsch“

von Matthias Stickler
Organisation, Selbstverständnis und heimatpolitische Zielsetzungen der deutschen Vertriebenenverbände, 1949 – 1972.

Die deutschen Vertriebenenverbände gehörten bis in die 1970er Jahre zu den mächtigsten Pressure Groups in der Bundesrepublik. Gemäß ihrem Selbstverständnis, keine partikulare Interessenvertretung darzustellen, sondern überparteiliche nationale Interessen des gesamten deutschen Volkes zu vertreten, erhoben sie den Anspruch auf ein umfassendes Mitspracherecht insbesondere im Bereich der Außen- und Deutschlandpolitik.

Der Autor zeigt am Beispiel des 1957 gegründeten Dachverbandes „Bund der Vertriebenen. Vereinigte Landsmannschaften und Landesverbände“ (BdV) und seiner beiden Vorläufer (ZvD, BVD) Organisation, Selbstverständnis und heimatpolitische Zielsetzungen der Vertriebenenverbände, aber auch die Konflikte um Führungspositionen. Die Studie auf der Basis von bisher weitgehend unerforschtem Archivmaterial leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Ostpolitik sowie der Verbändegeschichte der frühen Bundesrepublik.

Rezensionen (Stand Nov. 2006)

  • Martin Holz, in: Baltische Studien. Pommersche Jahrbücher für Landesgeschichte, NF 91, 2005, S. 221f.
  • Herbert Hupka, in: Deutscher Ostdienst 2005/4, S. 29f.
  • F. W. Schlomann: „Im latenten Widerspruch. Heimatvertriebenenverbände zwischen Wunsch und Wirklichkeit“, in: Preußische Allgemeine Zeitung, 11.06.2005
  • Hans-Christof Kraus, in: Das Historisch-Politische Buch 53, 2005/5, S. 507
  • Michael Hirschfeld, in: Historische Zeitschrift 281, 2005, S. 253f.
  • Rez. in: Zeitschrift für Politikwissenschaft, 2005/3, S. 922f.
  • Manfred Kittel, in: Sehepunkte, 5, 2005, Nr. 5
  • Sabine Voßkamp, in: H-Soz-u-Kult, 31.03. 2005
  • Rainer Blasius: „In den Grenzen von 1939. Macht und Ohnmacht der deutschen Vertriebenenverbände“, in: FAZ, 8.12.2004

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Über diese Reihe

In der Reihe „Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte“ veröffentlicht das Archiv für Christlich-Demokratische Politik seit 1980 wissenschaftliche Studien zur Christlichen Demokratie, Darstellungen zur Geschichte der Bundesrepublik und der CDU sowie Biographien wichtiger Repräsentanten. Zu den 50 bisher erschienen Büchern zählen auch Quelleneditionen, wie Protokolle von Parteigremien oder Tagebücher von einflussreichen Politikern.

Die Publikationen sind im Buchhandel erhältlich.

Bestellinformationen

Herausgeber

Günter Buchstab, Klaus Gotto, Hans Günter Hockerts, Rudolf Morsey und Hans-Peter Schwarz

ISBN

3-7700-1896-6

erscheinungsort

Düsseldorf Deutschland

seitenzahl

512

preis

39,50