Veranstaltungsberichte

Abitur - und was dann?

Zum Thema "Abitur - und was dann?" veranstaltete das Bildungswerk Freiburg ein zweitägiges Seminar

„Abitur – und was dann?“ – Ein Workshop für Schülerinnen und Schüler

Derzeit läuft die heiße Phase der Vorbereitungen auf das Abitur. Außer mit den Sternchenthemen der Prüfungen müssen sich die Schülerinnen und Schüler noch mit sehr viel schwierigeren Problemen beschäftigen: Welchen beruflichen Weg möchte ich einschlagen? Muss ich dazu studieren? Welche Hochschule ist die richtige für mich und was ist überhaupt ein Bachelor? Achja, und wie bezahlt man das alles? Kurz und gut: „Abitur – und was dann?“

Zu diesem Thema veranstaltete das Bildungswerk Freiburg der Konrad-Adenauer-Stiftung ein zweitägiges Seminar, an dem 25 Schülerinnen und Schüler aus ganz Baden-Württemberg teilnahmen. Nur Wenige kamen mit konkreten Plänen für die Zukunft. Die Meisten standen vor der Frage, welche der unzähligen Möglichkeiten ihnen gerecht werden kann. Angela Broda von der zentralen Studienberatung der Universität Freiburg machte den jungen Menschen Mut,

sich bei der Orientierung in die Berufs- oder Studienwelt stark von den eigenen Interessen leiten zu lassen. Sie stellte verschiedene Strategien zur Analyse eigener Fähigkeiten für die Berufsfindung vor und gab einen Überblick über das baden-württembergische Hochschul-system. Wie es sich lebt, wenn man einmal den Weg ins Studium gefunden hat, berichteten Studenten selbst. Marika Guderian, Daniel Grabiak und Jakob Katzmann erzählten, wie sie ihre Fächer gefunden haben, was sich dahinter verbirgt, wie sie ihr Studium finanzieren und wie es um das Klischee vom faulen

Studenten steht. In gemütlicher Runde drehten sich noch lange nach dem offiziellen Ende des ersten Seminartages die Gespräche um die wichtigen Details des Studentenlebens: WG oder Wohnheim? Was fängt man mit einem halben Jahr „Semesterferien“ an? Ist es schlimm, ein Studium abzubrechen?

Der zweite Seminartag widmete sich der beruflichen Praxis. Bernd Konschak, Leiter des Personalmarketings der Sick AG, verriet, worauf Unternehmen bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter achten: „Neben der fachlichen Qualifikation sind es vor allem Schlüsselkompetenzen, die der Schlüssel zum Erfolg sind.“ Dahinter verbergen sich Eigenschaften wie Lernfähigkeit, Flexibilität oder Teamfähigkeit. Laut Konschak gilt es daher, neben dem Studium möglichst aktiv zu sein, um solche Kompetenzen bei Praktika, in Nebenjobs und vor allem bei Auslandsaufenthalten zu trainieren.

Wie man dann ein konkretes Bewerbungsgespräch erfolgreich gestalten kann, trainierten die Schülerinnen und Schüler mit Robert Hein von der Gesellschaft für Politische Bildung, Sprache und Kultur. Bei praktischen Übungen vor der Kamera vermittelte Hein die Grundlagen einer deutlichen und sicheren Rhetorik und gab Tipps, wie man durch Körpersprache auch in Stresssituationen selbstbewusst auftreten kann.

Am Ende des Seminars stand die vielleicht praktischste Frage, die sich zu Studienbeginn auftut: Wie finanziere ich mein Studium? Clemens Metz, Geschäftsführer des Studentenwerkes Freiburg, erläuterte die noch recht junge Ordnung für Studiengebühren und welche finanziellen Mittel den Studenten zur Verfügung stehen. Neben einem Nebenjob steht da natürlich das „nicht sehr sexy aber charmante“ Bafög an erster Stelle. Metz stellte zudem verschiedene Stipendien und die bisher sehr wenig genutzten Studienkredite vor.

Natürlich konnten die jungen Seminarteilnehmer nach dem dichten Programm keine genaue Vorstellung von ihrem Traumberuf mit nach Hause nehmen. Jedoch überzeugten die Themenvielfalt und die kompetenten Referenten und bereiteten die Schülerinnen und Schüler auf die ersten Schritte nach dem Abitur vor.

Autor: Jakob Katzmann

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.