Veranstaltungsberichte

Arica Nativa 2017

Indigenes und rurales Filmfestival
Die NGO „Fundación Altiplano“ veranstaltete in diesem Jahr zum zwölften Mal das indigene und rurale Filmfestival „Arica Nativa“. Ziel dieses neuntägigen Events war es, das allgemeine Bewusstsein für die Umwelt und die Natur- sowie Kulturschätze ruraler und indigener Gemeinschaften in der Umgebung Aricas und Parinacota zu stärken und einen Dialog zwischen indigenen und nicht-indigenen Bevölkerungsgruppen zu initiieren.

Zeitraum des Festivals war vom 4. bis zum 12. November 2017, an dessen Ende die besten der insgesamt 1238 am Wettbewerb teilnehmenden Filme ausgezeichnet wurden. Dazu wurden die Filme in sieben verschiedene Kategorien eingeteilt und für jede Kategorie jeweils ein Gewinner gekürt. Andreas Klein, Leiter der KAS-Chile war in diesem Zusammenhang sogar aktiv in die Veranstaltung involviert, da er Mitglied der Jury in der Kategorie „Mallku“ (Landschaftsfilme) war.

Natürlich konnten nicht all diese Filme vor Ort gezeigt werden, sodass eine Auswahl getroffen werden musste. Letztendlich konnte man sich in neun verschiedenen Locations in und um Arica dennoch 125 Filme aus 36 Ländern ansehen. Zu den Örtlichkeiten zählten unter Anderem kleine Bergdörfer, welche durch die Veranstaltung nicht zuletzt auch für Touristen attraktiver gemacht werden sollten. Diese räumliche Verteilung der Veranstaltung trug auch zur Verständigung zwischen den Besuchern und der einheimischen Bevölkerung bei.

Neben den Filmvorführungen gab es zudem noch zahlreiche andere Aktivitäten zum Thema „Subversive Erhaltung“, wie zum Beispiel Workshops mit Arbeitsgruppen, Runde Tische und praktische Filmarbeiten an denen sich die Besucher beteiligen konnten.

Auch die jungen Generationen wurden durch ein gezielt für Kinder gestaltetes Filmprogramm und kinderfreundliche Aktivitäten an die Thematik herangeführt.

Kulinarisch stand das Filmfestival unter dem Motto „Mamita Nativa“. In diesem Rahmen bereiteten indigene Frauen und Männer traditionelle Speisen zu, was zur Wertschätzung ihrer Kulturen bei den nicht-indigenen Besuchern des Festivals beitrug. Musikalisch wurde das Event unter Anderem von Ángel Parra, Enkel der Sängerin Violeta Parra begleitet.

Dass die angesprochene Thematik durchaus politische Relevanz hat, kam dadurch zum Ausdruck, dass der Bürgermeister von Arica Gerardo Espíndola Rojas bei der offiziellen Eröffnung des Festivals am 10. November aktiv teilnahm.

Die Abschlussvorführung der Filmfestivals fand am 12. November am Strand „Chinchorro“ vor Arica statt. Der in den Vereinigten Staaten von Amerika lebende Filmemacher und Produzent Henry Lystad präsentierte zu diesem Anlass die Kurzfilmserie „Ocean Film Tour“ unter freiem Himmel mit rauschendem Ozean im Hintergrund.

Abschließend lässt sich sagen, dass „Arica Nativa“ 2017 ein Erfolg war, was auch die sehr guten Besucherzahlen zeigen. Insgesamt kamen 4878 Menschen um sich mit den ruralen und indigenen Kulturen auseinanderzusetzen.

Falls Sie sich noch weiter informieren möchten, finden Sie unter folgendem Link den auf Spanisch verfassten Abschlussbericht von „Arica Nativa 2017“, erstellt von der „Fundación Altiplano“:

http://www.aricanativa.cl/an2017/wp-content/uploads/2017/11/INFORME-DE-RESULTADOS-ARICA-NATIVA-2017-LQ.pdf

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.