Veranstaltungsberichte

Die Vorbereitungsarbeiten zum Abkommen N° 169 über indigene Völker und Stämme in unabhängigen Ländern

An vergangenen Donnerstag, 2. Juli, fand die Präsentation des Buches „Die Vorbereitungsarbeiten zum Abkommen N° 169 über indigene Völker und Stämme in unabhängigen Ländern“ im Kulturzentrum PUCP in Lima, Peru, statt.

Das “Abkommen 169 der internationale Arbeitsorganisation (ILO) zu indigenen Völkern y Stämmen in unabhängigien Ländern“ ist, zusammen mit der „Erklärung der Vereinten Nationen über die Rechte indigener Dörfer“, das wichtigste und spezifischste Rechtsinstrument der Welt, welches über indigene Rechte existiert.

Seit seiner Verabschiedung 1989, wuchs der internationale Konsens über die Bedeutung der Ratifisierung und Schaffung effektiver Mechanismen zur Anwendung des Abkommens im internationalen Kontext.

Für die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), und spieziell für unser Regionalprogramm „politische Parizipation indígena“ (PPI) in Lateinamerika, war es eine Ehre, dies ausführliche Zusammenstellung der vorbereitenden Debatten und Vorschläge des Abkommens 169, ausgearbeitet von Mgr. Marco Huaco, zu präsentieren. Viele der damals, vor 26 Jahren, behandelten Themen sind noch zentral in der nationalen, regionalen und lokalen Diskussion der Agenda der indigenen Völker. Deshalb ist es heutzutage weiterhin von groβer Bedeutung, an die Vorbereitungsarbeiten, welche dem Abkommen 169 Form und Struktur gaben, zu erinnern; auf diese Weise ist es möglich, signifikante Forschritte hinsichtlich der Rechte indigener Völker in den Bereichen, auf welche sich das Abkommen bezieht - Recht auf Arbeit, Gebiet, Territorium, Gesundheit und Bildung- , zu erzielen.

Das Abkommen der ILO zur Anerkennung und Respektierung der etnische und kulturellen Vielfalt der indigenen Völker ist ein Rechtsinstrument von groβer Bedeutung und auβerdem einn unentbehrliche Referenz für indigene Völker, die ihre Grundrechte verletzt sehen. Das Abkommen ist besonders für Lateinamerika bedeutend, da sich in dieser Region die gröβte Anzahl an Ländern befindet, welche das Abkommen bis jetzt ratifisiert haben. In diesem Zusammenhang, teilte Magister Marco Huaco mit dem Publikum wichtige Details dieser ausführlichen Sistematisierung. Seinerseits betonte der Regionalkoordinator des Programmes „politische Parizipation indígena“ (PPI) der KAS den sehr groβen Wert, welchen diese neue Publikation als Anhaltspunkt für diejenigen hat, welche die Rechte Indigener aus juristischer Sicht angehen.

Die Präsentation des Buches verfügte über eine Kommentatorenrunde, bestehend aus Eduardo Nayap - Theologe und Kongressmitglied der Republik Peru im Zeitraum von 2011-2016 - María Soledad Pérez Tello - Anwältin und Kongressmitglied der Republik Peru im selben Zeitraum - und Mirva Aranda - Magistra in Jura und Antropologie, Mitglied des Expertenrates für indigene Völker des PPI und Dozentin an der päpstlichen katholischen Universität von Peru.

An der Veranstaltung nahmen ungefähr 120 Personen teil.

Ansprechpartner

Dr. Georg Dufner

Dr

Leiter des Auslandsbüros in Bolivien und des Regionalprogramms PPI

georg.dufner@kas.de +591 22 71 26 75

Über diese Reihe

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