Veranstaltungsberichte

Elfter Jahrgang der „Statesman Print Journalism School“ schließt erfolgreich Journalistenausbildung ab

Übergabe der Zeugnisse in Kolkata

Seit 2007 bildet die Statesman Print Journalism School (SPJS) jährlich Journalistenanwärter aus, die in neun Monaten ein straffes Curriculum zum Erlernen qualitativ hochwertiger journalistischer Kenntnisse durchlaufen. Unterstützt wird die SPJS hierbei von der Konrad-Adenauer- Stiftung (KAS).

„Ich beneide euch, dass ihr in Zeiten wie diesen Journalisten werdet“, wandte sich  Subrata Nag Choudhury, Leiter der SPJS,  in seiner Abschlussrede an  seine Journalistenschüler. Der Stolz war ihm ins Gesicht geschrieben als er vor den versammelten Studenten, deren Familienmitglieder und Gästen stand. Bereits der elfte Jahrgang der SPJS nahm am 13. Juni  seine Zeugnisse für die elfmonatige Journalistenausbildung entgegen.

Feierlich gekleidet und gut gelaunt ließen sich die Absolventen nicht anmerken, dass sie gerade erst anstrengende Tage hinter sich gebracht haben. In einem deutsch-indischen Workshop hatten sie zusammen mit sieben Stipendiaten der Journalistischen Nachwuchsförderung (JONA) der Konrad-Adenauer-Stiftung an einem Magazin zu Umweltproblemen in Kolkata und Umgebung gearbeitet (Veranstaltungsbericht hier nachzulesen). Das finale Produkt wurde auf der Zeremonie von  den zwei deutschen JONA-Stipendiaten, Annabell Brockhues und Giosue Tolu, vorgestellt.

Ravindra Kumar, Chefredakteur und Herausgeber des Statesman, nutzte die Gelegenheit und warf einen dankbaren Blick zurück auf die langwährende Unterstützung der KAS und der früheren Auslandsmitarbeiter im Aufbau der SPJS.

Peter Rimmele, Leiter des Auslandsbüros Indien der Konrad-Adenauer-Stiftung, gratulierte den indischen Absolventen und sagte: „Da ich den ersten Entwurf eures Magazins gesehen habe, werde ich euch nun nicht mehr als Schüler, sondern als Journalisten bezeichnen.“ Er betonte die Bedeutung des Journalismus als vierte Gewalt in einem Staat, insbesondere in Zeiten, in denen liberale Demokratien immer mehr unter Beschuss gerieten. „Sagen, was ist“, zitierte Rimmele den deutschen Journalisten und SPIEGEL-Gründer Rudolf Augstein, das sei die Aufgabe eines jeden Journalisten.

Dr. Michael Feiner, deutscher Generalkonsul in Kolkata, lobte die Journalistenschule des Statesman dafür, ihren Schülern die Prinzipien verantwortlicher journalistischer Tätigkeit  zu lehren. Für diese sei es von unglaublich großer Bedeutung, die Chance zu erhalten, mit erfahrenen Journalisten zusammen zu arbeiten. Zurückkommend auf die enorme Bedeutung der Medien, beschrieb er ebenjene als fundamentale Kontrollfunktion für Missstände in der Gesellschaft. “

Auch Sujatra Sen, CEO der Kinderhilfsorganisation Future Hope und ehemalige Journalistin des Statesman, verwies auf die enorme Bedeutung faktenbasierter Berichterstattung und lobte den Statesman als unabhängige und neutrale  Zeitung. Beeindruckend deutliche Worte gab es von ihr auch in Richtung gesellschaftlicher Diskussionen, denn die Journalistenschüler sollten nicht aufhören, an den Zusammenhalt der indischen Bevölkerung unabhängig von Religion oder Kastenzugehörigkeit zu glauben. Von den angehenden Journalisten wünschte sich Sen, dass sie furchtlos ihren Job machen, wie C. R. Irani, früherer Chefredakteur des Statesman, es immer vorgelebt habe.

Bereitgestellt von

Auslandsbüro Indien

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