Veranstaltungsberichte

Ugandische Experten fordern zusätzliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels

Der Klimawandel ist real. Es handelt sich um eine globale Bedrohung, deren Auswirkungen bereits auf kleinster Ebene spürbar sind. Um dieses Problem anzugehen, veranstaltete das African Center for Trade and Development (ACTADE) zusammen mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) am 7. Mai eine Diskussionsrunde. In der Debatte ging es um Herausforderungen des Klimawandels und um die Pläne und Maßnahmen Ugandas in diesem Bereich. An der Diskussion nahmen 30 Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen teil. Teilnehmer aus Regierung und Privatsektor, Wissenschaft, Medien und relevanten zivilgesellschaftlichen Organisationen diskutierten aktiv nicht nur über staatliche, sondern auch individuelle Maßnahmen, die sich positiv auf den Klimawandel auswirken.

Susan Nanduddu, die Leiterin von ACTADE und Moderatorin des Gesprächs, begrüßte die Teilnehmer, indem sie die großartige Möglichkeit der Veranstaltungen hervorhob, mehrere Interessengruppen zusammenzubringen, um verschiedene Perspektiven und Ansätze für die Herausforderungen des Klimawandels zu verstehen. Anschließend stellten sich die Teilnehmer vor, darunter unter anderem Landwirte, Klimaaktivisten der FridaysforFutures Initiative - Uganda und Leiter verschiedener Umweltorganisationen.

Anschließend betonte Bob Natifu, stellvertretender Commissioner CCD, den Klimawandel als eine der größten Bedrohungen der Existenzgrundlage und der wirtschaftliche Entwicklung Ugandas. "Wenn du schnell sein willst, dann geh allein. Wenn du es weit bringen willst, dann geht zusammen." indem er dieses populäre afrikanische Sprichwort auf die Herausforderungen, mit denen wir im Zusammenhang mit dem Klimawandel konfrontiert sind, anwendet, betonte er, wie wichtig es ist, so viele Menschen wie möglich für die Lösung dieses Problems zu gewinnen. Er merkte an, dass vor uns viele Herausforderungen liegen, die angegangen werden müssen, da die globalen Treibhausgasemissionen ohne zusätzliche Maßnahmen weiter steigen werden. Zu den von ihm genannten Regierungszielen gehörten die Förderung erneuerbarer Energien und die Regenerierung der Waldflächen. Natifu erklärte, dass zur Verwirklichung dieser Ziele gemeinsame Maßnahmen durch die Forschung sowie die Mobilisierung von Klimafinanzierung und Klimaschutzinitiative erforderlich seien.

In der nächsten Sitzung präsentierten ausgewählte Teilnehmer ihre Perspektiven zum Klimawandel und gaben an, welche Rolle sie einnehmen, um diesen positiv zu beeinflussen. Leah Namugerwa, eine vierzehnjährige Schülerin, die sich für die FridayforFuture-Kampagne in Uganda einsetzt, forderte zum einen die Regierung auf, alle Plastiktüten zu verbieten, und zum anderen, mehr Bäume zu pflanzen. Außerdem schloss sich Mujuni Rwamahe, der Datenmanager der Uganda Meteorology Authority, der Diskussion an. Er betonte, dass der Klimawandel vor allem die Landwirtschaft aufgrund von Unwettern betrifft. Als Regierungsstrategie, so erklärte er, werden mehr Maßnahmen unternommen, um eine frühere und besser zugängliche und darüber hinaus zuverlässige Klimainformation zu fördern, die 50% der landwirtschaftlichen Erträge retten kann. Paul Tajjuba, ein Journalist, der für den Daily Monitor schreibt, betonte das Potenzial der Medien, das Bewusstsein in diesem Bereich zu schärfen und damit eine breite Masse zu erreichen. Der letzte Redner war Robert Bakiika von der Environment Management and Livelihood Initiative. Er gab vertiefte Einblicke in den Prozess der Einhaltung von Maßnahmen und die Überwachung der Fortschritte bei der Finanzierung von Klimaplänen.

Das Ende der Veranstaltung war geprägt durch eine aktive und ergiebige Debatte mit dem gesamten Publikum. Schwerpunkt lag auf den individuellen Maßnahmen den Klimawandel positiv zu beeinflussen. Bäume pflanzen, den Fleischkonsum reduzieren, Plastikmüll sammeln oder Alternativen zu Holzkohle, die enorm zur Abholzung von Wäldern beitragen, verwenden, waren nur einige der Ideen, die die Teilnehmer entwickelten. Die Diskussionsrunde wurde mit einer sehr aufschlussreichen Rede von Donnas Ojok, unserem Programmbeauftragten beendet - "Die Zeit gegen den Klimawandel vorzugehen ist jetzt!". Er ermutigte die Teilnehmer, die gewonnenen Ideen und Erkenntnisse weiterzugeben und sich damit an die politischen Entscheidungsträger zu wenden.

Verfasst von Eva Wandinger

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Herausgeber

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V

erscheinungsort

Uganda