Veranstaltungsberichte

Unterschiedliche Ausgangslagen, gleiche Herausforderungen für die Zukunft

Debatte zu deutschen und französischen Vorstädten
Parallelen und Unterschiede zwischen deutschen und französischen „Problemvierteln“ wurden in einer zweistündigen Debatte von Prof. Dr. Rüttgers, Ministerpräsident und Bundesminister a.D., der Bundestagsabgeordneten Christina Schwarzer, Marion Unal, Städteplanerin im Département Seine-Saint-Denis sowie Sébastien Jallet, stellvertretender Generalsekretär und Leiter für Stadtpolitik und urbane Kohäsion im Generalkommissariat für die Gleichheit der Gebiete (CGET) diskutiert.

Die vier Referenten setzten sich mit einer Spannweite an Fragen auseinander. Kann man in beiden Fällen von parallelgesellschaftlichen Strukturen, gar von Ghettos sprechen? Gibt es territoriale, soziale oder ethnische Ausgrenzung in den französischen Banlieues? Wie verhält es sich in den deutschen Vorstädten? Welche politischen Ansätze existieren und welche Ressourcen stehen Entscheidungsträgern zur Verfügung?

Die Vortragenden waren sich einig, dass die Ausgangslagen in Deutschland und Frankreich aus historischen Gründen, divergierenden Bevölkerungs- und Migrationsstrukturen sowie den unterschiedlichen Beziehungen zwischen Staat und Religion nur wenig Vergleichsmöglichkeiten bietet. Gleichzeitig sehen sich beide Gesellschaften Herausforderungen wie der Bildung von Parallelgesellschaften, der Frage nach Identität und der Suche nach neuen Integrationsmodellen gegenüber. Ein deutsch-französischer Austausch wurde in diesem Kontext als zielführend bewertet.

Ansprechpartner

Dr. Nino Galetti

Dr

Leiter des Auslandsbüros Frankreich

Nino.Galetti@kas.de +33 1 5669150-0 +33 1 5669150-1

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.