Asset-Herausgeber
Subsahara-Afrika
Interaktive Karten
Auslandsbüro Demokratische Republik Kongo

Leitung:
Jakob Kerstan
Sitz in:
Kinshasa, Demokratische Republik Kongo
Gründungsjahr:
1966
Arbeitsschwerpunkte:
Demokratie, Rechtsstaat, Parteienpluralismus, Kommunalpolitik
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Auslandsbüro Äthiopien / Afrikanische Union

Leitung:
Benno Müchler
Sitz in:
Addis Abeba, Äthiopien
Gründungsjahr:
2019
Arbeitsschwerpunkte:
Demokratie, Rechtsstaat, Soziale Marktwirtschaft, Handel, Migration
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Auslandsbüro Ghana

Leitung:
Dr. Arne Wulff
Sitz in:
Accra, Ghana
Gründungsjahr:
1966
Arbeitsschwerpunkte:
Parteienzusammenarbeit, Wirtschaftliche Entwicklung und Teilhabe, Stärkung der Traditional Authorities und der Zivilgesellschaft
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Auslandsbüro Kenia

Leitung:
Dr. Annette Schwandner
Sitz in:
Nairobi, Kenia
Gründungsjahr:
1974
Arbeitsschwerpunkte:
Parteiendialog, politische Nachwuchsarbeit, politische Bildung, Dezentralisierung, Ernährungssicherheit
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Auslandsbüro Namibia und Angola

Leitung:
Natalie Russmann
Sitz in:
Windhoek, Namibia
Gründungsjahr:
1990
Arbeitsschwerpunkte:
Parlamentsberatung, politische Bildung, Parteien-zusammenarbeit, Frauenprojekte, Zivilgesellschaft, Maßnahmen zur Stärkung der Wirtschaft
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Auslandsbüro Nigeria

Leitung:
Marija Peran
Sitz in:
Abuja, Nigeria
Gründungsjahr:
2002
Arbeitsschwerpunkte:
Demokratie, Rechtsstaat, Sicherheitssektorreform, Parlamentszusammenarbeit, nachhaltige Wirtschafts- und Sozialentwicklung
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Auslandsbüro Senegal und Gambia

Leitung:
Caroline Hauptmann
Sitz in:
Dakar, Senegal
Gründungsjahr:
Arbeitsschwerpunkte:
Dezentralisierung, Soziale Kohäsion und interreligiöser Dialog, Wirtschaftliche Entwicklung und Partizipation, Sicherheitspolitik
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Auslandsbüro Südafrika (Johannesburg)

Leitung:
Gregor Jaecke
Sitz in:
Johannesburg, Republik Südafrika
Gründungsjahr:
1982
Arbeitsschwerpunkte:
Mehrparteiendemokratie, Politische Partizipation und sozialer Zusammenhalt, Rechtsstaatlichkeit, Wirtschafts- und Sozialreformen, Südafrika in den Internationale Beziehungen
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Auslandsbüro Südafrika (Kapstadt)

Leitung:
Gregor Jaecke
Sitz in:
Kapstadt, Republik Südafrika
Gründungsjahr:
1982
Arbeitsschwerpunkte:
Mehrparteiendemokratie, Politische Partizipation und sozialer Zusammenhalt, Rechtsstaatlichkeit, Wirtschafts- und Sozialreformen, Südafrika in den Internationale Beziehungen
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Auslandsbüro Tansania

Leitung:
Tilmann Feltes
Sitz in:
Dar es Salaam, Tansania
Gründungsjahr:
1961
Arbeitsschwerpunkte:
Parteiendialog, Inter-Religiöser Dialog, politische Bildung
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Auslandsbüro Uganda und Südsudan

Leitung:
Anna Reismann
Sitz in:
Kampala, Uganda
Gründungsjahr:
1987
Arbeitsschwerpunkte:
Stärkung demokratischer Institutionen und zivilgesellschaftlicher Kräfte, Förderung von politischem Pluralismus, Konfliktprävention, Professionalisierung der Medien, wirtschafts- und geopolitischer Dialog
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Medienprogramm Subsahara-Afrika

Leitung:
Christoph Plate
Sitz in:
Johannesburg, Republik Südafrika
Gründungsjahr:
2002
Arbeitsschwerpunkte:
Geschäftsmodelle Medien, Glaubwürdigkeitskrise, Faktencheck
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Rechtsstaatsprogramm Subsahara-Afrika (Nairobi)

Leitung:
Dr. Stefanie Rothenberger
Sitz in:
Nairobi, Kenia
Gründungsjahr:
2006
Arbeitsschwerpunkte:
Förderung von Rechtsstaatlichkeit durch Schaffung stabiler Netzwerke von rechtsstaatsaffinen Akteuren, Gewaltenteilung, Unabängigkeit der Justiz, Korruptionsbekämpfung, Menschenrechte, Sensibilisierung der Bevölkerung für Rechtsstaatlichkeit
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Regionalprogramm Wirtschaft Afrika

Leitung:
Anja Berretta
Sitz in:
Nairobi, Kenia
Gründungsjahr:
2025
Arbeitsschwerpunkte:
Wirtschaft
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Regionalprogramm Politischer Dialog Westafrika

Leitung:
Stefanie Brinkel
Sitz in:
Abidjan, Côte d’Ivoire
Gründungsjahr:
1992
Arbeitsschwerpunkte:
Parteien- und Parlementszusammenarbeit, Stärkung von westafrikanischen Think Tanks, Förderung von regionalen Netzwerken, zivilgesellschaftlicher Dialog, Wirtschaftspolitik
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Regionalprogramm Sicherheitspolitischer Dialog Westafrika

Leitung:
Roland Stein
Sitz in:
Abidjan, Côte d’Ivoire
Gründungsjahr:
2016
Arbeitsschwerpunkte:
Demokratische Verfasstheit der Streitkräfte, Dialog mit Parlamentariern, nationalen Sicherheitskräften und sicherheitspolitischen Experten, Konfliktprävention und -management
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Regionalprogramm Sahel

Leitung:
Ulf Laessing
Sitz in:
Bamako, Mali
Gründungsjahr:
2018
Arbeitsschwerpunkte:
Regionale Zusammenarbeit in der Sahelzone, Parlamente, Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung
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Regionalprogramm Politischer Dialog Subsahara-Afrika

Leitung:
Dr. Holger Dix
Sitz in:
Johannesburg, Republik Südafrika
Gründungsjahr:
2021
Arbeitsschwerpunkte:
Parteien- und Parlamentszusammenarbeit, Förderung von Think Tanks, Förderung von politischen Nachwuchskräften, Politische Kommunikation
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Regionalprogramm Sicherheitspolitischer Dialog Ostafrika

Leitung:
Nils Wörmer
Sitz in:
Kampala, Uganda
Gründungsjahr:
2022
Arbeitsschwerpunkte:
Sicherheitspolitik, internationale Beziehungen, Konflikte und Bürgerkriege, internationale Einsätze, Terrorismus, Flucht und Migration, Auswirkungen des Klimawandels auf die Sicherheit in der Region
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Asset-Herausgeber
Das Kernziel der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Subsahara-Afrika ist der Aufbau bzw. die Konsolidierung funktionierender demokratischer Strukturen und Prozesse. Dieses Ziel verfolgt die Stiftung mit derzeit 18 Büros in der Region, darunter sieben Länderprogramme, fünf Mehrländerprogramme und sechs thematisch ausgerichtete Regionalprogramme.
Die Arbeit der KAS konzentriert sich auf zentrale Bereiche demokratischer Entwicklung: die Zusammenarbeit mit politischen Parteien, die Förderung nachhaltiger wirtschaftlicher Entwicklung, den Ausbau rechtsstaatlicher Institutionen, die Stärkung unabhängiger Medien sowie den politischen und interreligiösen Dialog. Die langfristige Unterstützung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Zivilgesellschaft und sozialer Marktwirtschaft bildet dabei ein klares und gleichzeitig umfassendes Aufgabenfeld.
Ein besonderes Anliegen der KAS ist es, vertrauensvolle und langfristige Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern, Institutionen und zivilgesellschaftlichen Akteuren aufzubauen. Die thematischen Regionalprogramme arbeiten länderübergreifend und tragen dazu bei, Austausch, Vernetzung und Dialog auf dem afrikanischen Kontinent zu stärken.
Eine detaillierte Übersicht über die Standorte der KAS in Subsahara-Afrika bietet die interaktive Karte.
Anmerkungen zur interaktiven Karte:
- Mehrländerprogramm Senegal und Gambia, Leitung: Jonathan Nowak, Gründungsjahr 1976
- Mehrländerprogramm Sahel, Leitung: Ulf Laessing, Gründungsjahr: 2014
- Mehrländerprogramm PDWA (Politscher Dialog Westafrika), Leitung: Dr. Stefanie Brinkel, Gründungsjahr: 1992Regionalprogramm Sicherheitspolitischer Dialog Westafrika (SIPODI West), Leitung: Dr. Tobias Rüttershoff, Gründungsjahr: 2015
- Länderprogramm Ghana, Leitung: Anna Wasserfall, Gründungsjahr: 1966
- Länderprogramm Nigeria, Leitung: Moritz Sprenker, Gründungsjahr: 2002Länderprogramm Äthiopien/ AU, kommissarische Leitung: Mathias Kamp Gründungsjahr: 2020
- Länderprogramm Kenia, Leitung: Mathias Kamp, Gründungsjahr: 1964
- Regionalprogramm Rechtsstaat Subsahara-Afrika, Leitung: Dr. Stefanie Rothenberger, Gründungsjahr: 2006
- Regionalprogramm Wirtschaft Afrika, Leitung: Anja Berretta, Gründungsjahr: 2025
- Mehrländerprogramm Uganda und Südsudan, Leitung: Anna Reismann, Gründungsjahr: 1988(???)
- Regionalprogramm Sicherheitspolitischer Dialog Ostafrika (SIPODI Ost), Leitung: Nils Wörmer, Gründungsjahr: 2022
- Länderprogramm DR Kongo: Leitung : Timo Roujean, Gründungsjahr 1976
- Länderprogramm Tansania, Leitung: Peter Koch, Gründungsjahr: 1964
- Mehrländerprogramm Namibia und Angola, Leitung: Anna Hoffmann-Kwanga, Gründungsjahr: 1994
- Länderprogramm Südafrika, Leitung: Gregor Jaecke, Gründungsjahr: 1992
- Regionalprogramm Politischer Dialog Subsahara-Afrika (PolDiSSA), Leitung: Dr. Holger Dix, Gründungsjahr: 2021
- Regionalprogramm Medien Subsahara-Afrika: Leitung: Hendrik Sittig, Gründungsjahr: 2002
Thematische Regionalprogramme in Subsahara-Afrika
Die thematisch ausgerichteten Regionalprogramme arbeiten länderübergreifend und setzen Maßnahmen zu verschiedenen Themenschwerpunkten in ganz Subsahara-Afrika bzw. Afrika (RP Wirtschaft) um. Eines ihrer wichtigsten Ziele ist es dabei, den regionalen Austausch und Dialog zu stärken und die Netzwerkbildung auf dem Kontinent zu fördern.
Rechtsstaatlichkeit
Das Rechtsstaatsprogramm Subsahara-Afrika verfolgt das Ziel, die Entwicklung und Stärkung von Rechts- und Justizsystemen zu fördern, die das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit als Fundament einer freiheitlich-demokratischen Ordnung verankern. Es orientiert sich an internationalen Standards in den Bereichen Konstitutionalismus, richterliche Unabhängigkeit, Menschenrechte und gute Regierungsführung. Vom Standort Nairobi aus betreut das Programm Projekte in zahlreichen Staaten Subsahara-Afrikas, sowohl im frankophonen wie im anglophonen Teil des Kontinents.
Parteien- und Demokratieförderung
In Zeiten zunehmender Herausforderungen für demokratische Systeme setzt sich die KAS für die Stärkung demokratischer Parteien als zentrale Träger repräsentativer Demokratien ein. Angesichts globalisierter Politik und grenzüberschreitender Herausforderungen gewinnt der überregionale Dialog an Bedeutung. Damit ergeben sich für die KAS zahlreiche neue Wirkungsmöglichkeiten, um eine Brücken- und Dialogplattform zu bieten. Die werteorientierte internationale Parteienzusammenarbeit der KAS unterstützt ideologisch nahestehende Parteien dabei, Kompetenzen, Wissen und Kapazitäten auszubauen, um den verschiedenen Herausforderungen auf lokaler, nationaler sowie regionaler Ebene besser begegnen zu können. Diese Aufgaben und Ziele werden seit 2021 vom eigens dafür geschaffenen Regionalprogramm Politischer Dialog Subsahara-Afrika (PolDiSSA) mit Sitz in Johannesburg wahrgenommen.
Medien
Die Medienlandschaft in Subsahara-Afrika ist geprägt von politischem Druck, strukturellem Wandel und geopolitischen Einflüssen. In vielen Ländern wird die Pressefreiheit eingeschränkt, unabhängige Berichterstattung ist insbesondere in autoritär regierten Staaten gefährdet. Gleichzeitig nutzen externe Akteure wie China und Russland gezielt Desinformation, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen und demokratische Strukturen zu schwächen. Das Medienprogramm Subsahara-Afrika mit Sitz in Johannesburg arbeitet seit 2002 daran, unabhängigen Journalismus, Medienkompetenz und demokratische Meinungsbildung zu stärken. Es vernetzt Medienschaffende, fördert den Austausch von Erfahrungen und Best Practices, unterstützt den Umgang mit Desinformation und stärkt somit die Rolle der Medien als „Wächter“ der Demokratie.
Sicherheitspolitik
Subsahara-Afrika ist zunehmend in globale geopolitische Dynamiken eingebunden. Externe Akteure wie China, Russland, die Türkei und die Golfstaaten streben nach wachsendem Einfluss, während regionale Konflikte – etwa in der Sahelzone oder am Horn von Afrika – durch schwache staatliche Strukturen und soziale Spannungen verschärft werden. Die Instabilität greift zunehmend auf Staaten des Golfs von Guinea über, wo sich islamistische Gruppen ausbreiten und lokale politische, ökonomische und gesellschaftliche Defizite für ihre Rekrutierung nutzen. Zugleich zeigt sich, dass nachhaltige Stabilität nicht allein durch externe Eingriffe erreicht werden kann, sondern durch funktionierende lokale Strukturen, regionale Kooperation und politische Verantwortung. Einen konkreten Beitrag hierzu leistet das Programm Sicherheitspolitischer Dialog Subsahara-Afrika (SIPODI) mit Regionalbüros in West- und Ostafrika. Es unterstützt afrikanische Partner dabei, sicherheitspolitische Strategien weiterzuentwickeln, den Dialog zu stärken und regionale Zusammenarbeit zu fördern.
Wirtschaft und Handel
Nach Jahren des Wachstums vor der Covid-Pandemie haben weltweite Krisen, darunter der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, der Gaza-Krieg und geopolitische Spannungen sowie wirtschaftliche Unsicherheiten den afrikanischen Kontinent stark getroffen. Die Folgen sind in vielen Fällen hohe Inflationsraten, steigende Staatsschulden und ein erschwerter Zugang zu Finanzmärkten. Zusammen mit einem vielerorts noch hohen Bevölkerungswachstum, einer eklatant hohen Jugendarbeitslosigkeit und einer weiter wachsenden Ungleichheit verstärken diese Faktoren den Migrationsdruck innerhalb des Kontinents und nach Europa. Dabei spielt Subsahara-Afrika im deutschen Außenhandel und bei Direktinvestitionen aktuell noch immer eine sehr geringe Rolle. Viele Volkswirtschaften bleiben aufgrund ihrer Abhängigkeiten von Rohstoffexporten, geringer Diversifizierung und struktureller Schwächen anfällig für externe Schocks. Innovation, Technologie, gute Regierungsführung und internationale Zusammenarbeit sind daher entscheidend für nachhaltige Entwicklung. Das Regionalprogramm Wirtschaft Afrika mit Sitz in Nairobi arbeitet mit regionalen Organisationen, politischen Entscheidungsträgern, lokalen Partnern und den deutschen Außenhandelskammern zusammen und setzt Schwerpunkte auf Unternehmertum und regionale Integration.
Länder- und Mehrländerprogramme in Subsahara-Afrika
Die thematischen Schwerpunkte der Länder- und Mehrländerprogramme sind auf die jeweiligen nationalen Bedürfnisse zugeschnitten. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern werden Maßnahmen an spezifische Rahmenbedingungen und Herausforderungen sowie Potenziale des jeweiligen Einsatzlandes angepasst.
Westliches Afrika
Die politischen Rahmenbedingungen in Westafrika sind sehr heterogen und spiegeln die vielfältigen historischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Region wider. Während einige Staaten demokratische Fortschritte verzeichnen, stehen andere vor erheblichen institutionellen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Herausforderungen. Zugleich wächst in vielen Gesellschaften der Druck nach Reformen und guter Regierungsführung – ein Trend, der die politische Landschaft der Region zunehmend bestimmt. Die jüngsten Spannungen innerhalb der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS, insbesondere der Austritt der drei Sahelstaaten Mali, Burkina Faso und Niger im Januar 2025, verdeutlichen die tiefen politischen Brüche in der Region. Diese Entwicklungen stellen die regionale Integration vor erhebliche Herausforderungen und schwächen die Fähigkeit, gemeinsame Antworten auf wirtschaftliche, politische und sicherheitspolitische Herausforderungen zu finden.
Mehrländerprogramm Senegal und Gambia
Senegal gilt weiterhin als politischer und wirtschaftlicher Stabilitätsanker der Region. Das Mehrländerprogramm Senegal und Gambia konzentriert sich hier auf die Stärkung und Festigung der Demokratieentwicklung, unterstützt zivilgesellschaftliche Organisationen und Medien und fördert politische und wirtschaftliche Dezentralisierung. Zudem engagiert die KAS sich im interreligiösen Dialog. Gambia befindet sich nach langer autokratischer Herrschaft seit 2017 in einem laufenden Demokratisierungsprozess. Die KAS ist seit 2018 als erste deutsche politische Stiftung vor Ort vertreten und unterstützt die demokratische Stabilisierung sowie die Verbesserung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen.
Mehrländerprogramm Sahel
Die Erosion staatlicher Strukturen in der Sahelzone hat islamistisch motivierter Gewalt erheblichen Raum gegeben. Gruppen wie JNIM weiten ihren Einflussbereich zunehmend auf die Küstenstaaten des Golfs von Guinea aus, darunter Côte d’Ivoire, Ghana, Togo und Benin. Diese Dynamik ist sowohl durch geopolitische Einflussnahmen externer Akteure – insbesondere China, Russland und die Golfstaaten – als auch durch innere Faktoren bedingt: schwache Institutionen, soziale Ausgrenzung, mangelnde Legitimität staatlicher Akteure und hohe Jugendarbeitslosigkeit schaffen ein Umfeld, das extremistischer Mobilisierung entgegenkommt. Seit 2014 verfügt die KAS über ein Büro in Mali, das als Mehrländerprogramm Sahel Projekte in Mali, Mauretanien, Burkina Faso, Niger und dem Tschad umsetzt. Mit seiner Arbeit leistet es einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, staatlichen Institutionen, politischem Pluralismus, Zivilgesellschaft und regionaler Kooperation zu ordnungs- und sicherheitspolitischen Thematiken.
Länderprogramm Nigeria
Als bevölkerungsreichstes Land Afrikas ist Nigeria ein zentraler politischer und wirtschaftlicher Akteur, der jedoch vor vielfältigen sicherheits- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen steht. Der langjährige Kampf gegen Boko Haram sowie IS- und Al-Kaida Splitterfraktionen, ethnisch-religiöse Spannungen, wirtschaftliche Entwicklungshemmnisse sowie ein angespanntes Verhältnis zwischen Bevölkerung und staatlichen Institutionen beeinträchtigen die Stabilität der gesamten Region. Das Länderprogramm Nigeria unterstützt die Reform des Sicherheitssektors in enger Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern, Sicherheitsbehörden, Justiz und Zivilgesellschaft. Darüber hinaus ist die Vermittlung demokratischer Werte und Prozesse sowie die Förderung von Rechtsstaatlichkeit und Subsidiarität ein wichtiges Aufgabenfeld der Stiftung in Nigeria.
Länderprogramm Ghana
Ghana steht regional für politische Stabilität und wirtschaftliche Dynamik. Gleichzeitig bestehen Herausforderungen in der beruflichen Ausbildung und der Schaffung von Arbeitsplätzen für die überwiegend junge Bevölkerung. Hier unterstützt das Länderprogramm Ghana junge Unternehmer, u. a. durch nationale Netzwerke und Hubs sowie durch die Arbeit an verbesserten wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Auch politische Parteien, traditionelle Autoritäten und kirchliche Partner sind wichtige Akteure in der Zusammenarbeit.
Regionalprogramm Politischer Dialog Westafrika (PDWA)
In den Ländern am Golf von Guinea erschweren institutionelle Schwächen, geringes Vertrauen in staatliche Strukturen und anhaltende sozioökonomische Ungleichheiten die demokratische Konsolidierung. In Sierra Leone und Liberia wirken zudem die Folgen der Bürgerkriege weiterhin nach und beeinflussen politische und gesellschaftliche Prozesse. Auch in Côte d’Ivoire, Togo und Benin bestehen Defizite in der politischen Partizipation und im zivilgesellschaftlichen Handlungsspielraum. Polarisierungen belasten den interreligiösen und interethnischen Dialog. Die nationalen Parlamente stehen vor der Aufgabe, ihre Kontroll- und Gesetzgebungsfunktionen zu stärken. Das Regionalprogramm Politischer Dialog Westafrika arbeitet daher an einer gezielten Förderung demokratischer Strukturen, politischer Bildung und des regionalen Austauschs.
Zentralafrika
Die KAS ist seit mehreren Jahrzehnten in der Demokratischen Republik Kongo vertreten. Die Regierung in Kinshasa ist seit dem Einmarsch ruandischer Truppen und Rebellen im Osten des Landes spürbar geschwächt. Die Not der örtlichen Bevölkerung und insbesondere der Binnenflüchtlinge ist groß. In diesem schwierigen Umfeld umfassen die Arbeitsbereiche des Länderprogramms Demokratische Republik Kongo folgende Schwerpunkte: Förderung von Demokratie, Partizipation und Stärkung der Zivilgesellschaft sowie Etablierung und langfristige Verankerung von nationalen und regionalen Dialogforen zur Diskussion von globalen und regionalen Herausforderungen für Demokratie, Sicherheit und Entwicklung.
Östliches Afrika
Schwerpunktthemen der Arbeit in Ostafrika liegen in der Jugendarbeit, der Förderung der Prinzipien sozialer Marktwirtschaft sowie Stärkung von Institutionen und Akteuren mit ordnungspolitischer Leitfunktion im wirtschafts- und außenpolitischen Bereich.
Länderprogramm Uganda
In Uganda befindet sich die Demokratie weiterhin in einer Krise, die sich langfristig auch auf die Stabilität im Land auswirken könnte. Vor diesem Hintergrund widmet sich das Länderprogramm Uganda aufgrund der gegebenen demokratiepolitischen Heraus-forderungen (shrinking spaces) hauptsächlich der Konsolidierung von politischem Pluralismus und demokratischer Rechtsstaatlichkeit, der Stärkung der Partizipation der Zivilgesellschaft und der Wahrnehmung gesellschaftlicher Wächter-, Mediations- und politischer Gestaltungsfunktionen seitens zivilgesellschaftlicher Organisationen.
Länderprogramm Tansania
In Tansania ließ sich in den vergangenen Jahren ein deutlicher Rückschritt der demokratischen Entwicklung beobachten. Das Hauptanliegen des Länderprogramms Tansania ist es daher, zum Aufbau eines funktionierenden demokratischen Staatswesens beizutragen. Dies beinhaltet die Entwicklung eines funktionierenden Mehrparteiensystems, die Stärkung der Legislative gegenüber der Exekutive, die Förderung dezentraler Strukturen, lokaler politischer Entscheidungsfindung und rechtsstaatlicher, transparenter Verfahren. Zudem liegt ein Schwerpunkt auf der politischen Bildungsarbeit zur Aufklärung der Bevölkerung, insbesondere von Frauen und Jugendlichen sowie im interreligiösen Dialog.
Länderprogramm Kenia
Kenia liegt im Human Development Index (2024) vor Uganda und Tansania. Problematisch ist hier jedoch auch heute noch die Korruption. Seit der Einführung des dezentralisierten Regierungssystems zeigen sich immer deutlicher sowohl positive Folgen als auch massive Herausforderungen. Aufgrund der Verbesserungen im alltäglichen Leben, des Ausbaus der Gesundheitsversorgung und der Entwicklung lokaler Infrastruktur genießt die Dezentralisierung eine hohe Zustimmung in der Bevölkerung. Die Sicherheitslage bleibt in mehreren Regionen angespannt. Besonders in der Grenzregion zu Somalia kommt es immer wieder zu Überfällen, Terroranschlägen durch militante Gruppierungen und zu militärischen Auseinandersetzungen. Zu den Themenbereichen, mit denen sich das Länderprogramm Kenia befasst, gehören die Förderung und Konsolidierung der Demokratie, der Dezentralisierungsprozess sowie die Unterstützung der Zivilgesellschaft. Einer der wesentlichen Schwerpunkte liegt dabei in der Stärkung der politischen Partizipation der Jugend.
Länderprogramm Äthiopien/ Afrikanische Union
Der in Äthiopien in Gang gesetzte Reformprozess ist ins Stocken geraten. Zwar gelangen Reformerfolge, zum Beispiel das Friedensabkommen mit Eritrea. Dennoch ist es der Regierung seither nicht gelungen, die vielen ethnischen Spannungen im Vielvölkerstaat zu überwinden. Dies führt immer wieder zu politischen Unruhen und bewaffneten Auseinandersetzungen. Insbesondere belasten die gewaltsam eskalierenden Konflikte wie in der Region Tigray und Amhara die Einheit des Landes. Die Schwerpunkte des Länderprogramms Äthiopien sind die Stärkung reformorientierter politischer und gesellschaftlicher Multiplikatoren und Institutionen sowie die Förderung einer nachhaltigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung.
Südliches Afrika
Im südlichen Afrika prägen in vielen Staaten weiterhin ehemalige Befreiungsbewegungen die Regierungen. Gleichzeitig wächst der gesellschaftliche und politische Druck nach Erneuerung: Junge Generationen, neue politische Kräfte und eine zunehmend selbstbewusste Zivilgesellschaft fordern mehr Transparenz, Mitsprache und Reformen.
Mehrländerprogramm Namibia und Angola
In Namibia regiert nach den Wahlen 2024 weiterhin die Befreiungsbewegung SWAPO. Korruption, Misswirtschaft, hohe soziale Ungleichheit, Arbeitslosigkeit und ungelöste Fragen des ungleich verteilten Landbesitzes belasten das politische Klima. Auch das deutsch-namibische Versöhnungsabkommen bleibt weiterhin Gegenstand intensiver Debatten. Das Mehrländerprogramm Namibia und Angola konzentriert ihre Arbeit in Namibia auf Parlamentskooperation, Frauenförderung und die Stärkung einer marktwirtschaftlich orientierten Reformpolitik. In Angola kommt die politische Transformation nicht voran. Trotz angekündigter Reformen bleiben demokratische Strukturen schwach, zentrale Staatsorgane sind eng mit der regierenden MPLA verflochten und Justiz sowie Medien verfügen nur über begrenzte Unabhängigkeit. Korruption ist nach wie vor weit verbreitet. In Angola unterstützt die KAS daher politische Bildung, zivilgesellschaftliches Engagement und Dezentralisierung.
Länderprogramm Südafrika
Südafrika bleibt trotz wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen die stärkste Volkswirtschaft des Kontinents und eine zentrale politische Stimme in der Region. Innenpolitisch prägen hohe Arbeitslosigkeit, schwaches Wachstum, Kriminalität und verbreitetes Misstrauen in staatliche Institutionen das Bild – Folgen jahrelanger Fehlsteuerung der langjährigen ANC-Regierung. Seit Mitte 2024 regiert eine Koalitionsregierung „der nationalen Einheit“, die sich unter anderem wegen der BRICS-Mitgliedschaft Südafrikas starker Kritik seitens des Westens und insbesondere der USA ausgesetzt sieht. Vor diesem Hintergrund arbeitet das Länderprogramm Südafrika in den Bereichen politische Bildung, Stärkung von Parlament und Mehrparteiensystem, Korruptionsbekämpfung, Förderung gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie Initiativen für Unternehmertum und wirtschaftliche Modernisierung.
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Themenseiten der Konrad-Adenauer-Stiftung
An den nachfolgenden KAS-weiten Themenseiten sind wir maßgeblich beteiligt. Hier finden Sie regelmäßig unterschiedliche Beiträge (u. a. Publikationen, Veranstaltungen) unserer Abteilung.
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Ausgewählte Projekte unserer Abteilung
Exklusive und ausgewählte Projekte unserer Abteilung (ggf. in Kooperation mit weiteren Abteilungen oder externen Partnern) präsentieren wir Ihnen in der nachfolgenden Übersicht.