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Internationale Beziehungen im Nahen Osten und Nordafrika - Wie sind die öffentlichen Wahrnehmungen?

KAS PolDiMed Umfrage

Der Bericht legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Ergebnisse der KAS-PolDiMed-Umfrage zur öffentlichen Wahrnehmung der internationalen Beziehungen im Nahen Osten und Nordafrika unter den Befragten in Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Jordanien und Libanon.
Seit den arabischen Aufständen von 2011 haben viele internationale Akteure im gesamten Nahen Osten und Nordafrika (MENA) eine größere Rolle gespielt. Während sich die USA weniger auf die MENA-Region konzentriert haben, ist Russland wieder zu einem wichtigen regionalen Akteur geworden, wohingegen China versucht hat, seinen Einfluss durch die Belt and Road Initiative (BRI) auszuweiten, indem es Kooperationsabkommen mit vielen arabischen Regierungen unterzeichnet hat. Die europäischen Regierungen engagieren sich weiterhin, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Region nach der Flüchtlingskrise von 2015-6. Darüber hinaus hat die Türkei ihr Engagement ausgeweitet, unter anderem durch Interventionen in den Konflikten in Syrien und Libyen, während sie weiterhin Unterstützung für den Gazastreifen demonstriert. Gleichzeitig hat der regionale Block aus Saudi-Arabien und VAE versucht, dem Einfluss einer Reihe von Ländern wie der Türkei, Katar und dem Iran entgegenzuwirken und zudem islamistische Interessen in der gesamten MENA-Region zurückzudrängen. Vor diesem Hintergrund versucht die Umfrage des Regionalprogramms Politischer Dialog Südliches Mittelmeer der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS PolDiMed), die von Arab Research and Analytics Associates (ARAA) durchgeführt wurde, zu verstehen, wie gewöhnliche arabische Bürger internationale Akteure sehen und ihre Rolle in der Region verstehen.
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Malte Gasseling

malte.gasseling@kas.de