Am Ende eines Kopf-an-Kopf-Rennens werden die Grünen trotz leichter Verluste stärkste Kraft vor der CDU, die im Vergleich zur letzten Landtagswahl deutlich hinzugewinnen kann. Geprägt wird das Wahlergebnis durch landesspezifische Besonderheiten. So schneiden AfD, SPD und Linke deutlich schwächer ab als auf Bundesebene. Die FPD kann zum ersten Mal in der Geschichte des Landes nicht in den Landtag einziehen. Die Linke verpasst ebenfalls die Fünf-Prozent-Hürde.
Wie auch bei der Bundestagswahl 2025 unterscheiden sich die Anhängerschaften der Parteien erheblich in den als besonders wichtig empfundenen Themen. Die Fragmentierung der Parteianhängerschaften zeigt sich in heterogenen Problemwahrnehmungen sowie in unterschiedlichen Sorgenprofilen. Aus den unterschiedlichen individuellen Themenpräferenzen entwickelt sich insgesamt kein Thema, das für alle Wählerinnen und Wähler in Baden-Württemberg wichtig ist. Von besonderer Bedeutung für immerhin 29 Prozent ist das Thema der wirtschaftlichen Lage. Am Ende des Wahlkampfes punktet die CDU mit ihrer hohen Kompetenzzuschreibung auf diesem Feld, während ein positiver Kandidateneffekt stärkere Verluste der Grünen verhindert.
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