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Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 14. März 2021

von Viola Neu

Vorläufiges Wahlergebnis

Die Wahlbeteiligung betrug 64,4 Prozent. Sie ist um 6 Punkte zurückgegangen. Die sogenannten 18.00-Uhr-Prognosen von Infratest dimap und der Forschungsgruppe Wahlen wichen bei dieser Wahl deutlicher vom vorläufigen amtlichen Endergebnis ab, als dies bei Wahlen üblich ist. Dies ist dem hohen Briefwahlanteil durch die Pandemie geschuldet. Die Prognose beruht auf Umfragen, bei denen Wähler unmittelbar nach dem Verlassen des Wahllokals befragt werden (Exit Poll). Eine Befragung der Briefwähler unmittelbar nach der Stimmabgabe ist nicht möglich. 66 Prozent entschieden sich für Briefwahl. Damit hat sich der Anteil der Briefwähler gegenüber der Vorwahl mehr als verdoppelt (31 Prozent).

Zum dritten Mal werden die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg durch eine besondere Themenlage bestimmt. In diesen Ländern wurde 2011 unmittelbar nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima abgestimmt. 2016 waren es die ersten Landtagswahlen nach der Flüchtlingskrise. 2021 dominierte die Corona-Pandemie das politische Meinungsklima. Auch hier war es der erste Stimmungstest in der Krise. Nachdem Deutschland sich seit etwa einem Jahr in mehr oder weniger strengen Lock- und Shutdowns befindet, erste Lockerungen in Rheinland-Pfalz im März 2021 ermöglicht wurden, zeichnet sich gleichzeitig der Beginn der dritten Pandemiewelle ab. Aufgrund der starken Dominanz dieser Themen, konnten sich landespolitische Themen nicht durchsetzen.

 

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Ansprechpartner

Dr. Viola Neu

Dr

Stellvertretende Leiterin Analyse und Beratung und Leiterin Wahl- und Sozialforschung

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