Einzeltitel

Religion in politischen Kampagnen

Die Konrad-Adenauer-Stiftung setzt, zusammen mit dem Institut für Politische Studien Skopje und dem Internet-Portal "Religija.mk", das gemeinsame Monitoring-Projekt zur Wahrnehmung bezüglich Religionen und ihrer Rolle in multikonfessionellen Gesellschaften fort.

Die Studie unter dem Titel "Religion in politischen Kampagnen" wurde nach Abschluss der Parlamentswahlen in der zweiten Julihälfte 2020 durchgeführt. Für die Umfrage wurde ein ähnlicher Fragebogen eingesetzt wie für die vorhergehende Studie vor ca. drei Jahren, die im Anschluss an die Gemeindewahlen 2017 durchgeführt worden war. Ziel dieses Vorgehens ist es, eine vergleichende Analyse durchführen und mögliche Veränderungen bezüglich der Wahrnehmung der Bürgerinnen und Bürger in den letzten Jahren feststellen zu können. Wie auch die vorangehenden Studien seit 2016 ist die vorliegende Studie Teil des Projekts "Die Republik Nordmazedonien als multikonfessionelle Gesellschaft", dessen Ziel es ist, die Zusammenhänge zwischen Religionen und gesellschaftlichen Prozessen zu untersuchen.

Religiöse Überzeugungen werden oft durch politische Parteien im Wahlkampf instrumentalisiert. Religion war schon immer ein Wahlkampfthema, und manchmal sogar eines der wichtigsten Elemente unterschwelliger (oder anonymer) Negativkampagnen, wie sie in der Vergangenheit von mehreren politischen Parteien durchgeführt worden sind, wenn auch mit unterschiedlicher Intensität, in Abhängigkeit von den politischen Bedingungen vor den Wahlen. Die Parteien beziehen sich auf Religion in der Absicht, Spannungen aufzubauen und eine Konfliktatmosphäre zu schaffen, um neue Wähler zu mobilisieren. Während der letzten Parlamentswahlen 2016 bezogen sich einige Parteien offen auf den Glauben und benutzten ihn als ein Hauptinstrument im Wahlkampf.

Hauptziel der vorliegenden Studie ist es, die öffentliche Wahrnehmung von Bezügen auf religiöse Elemente und des Einflusses von Religion auf Wahlkampagnen zu untersuchen, einerseits hinsichtlich des Einsatzes religiöser Bezüge durch politische Subjekte, andererseits im Hinblick auf die Haltung der Glaubensgemeinschaften gegenüber der Politik.

Für die Umfrage wurden 1110 volljährige Personen telefonisch befragt. Die Fehlerspanne liegt bei +/-2.9%. Das Konfidenzintervall beträgt 95%.

Ansprechpartner

Robert Janev

Verwaltungsassistent

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