Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte

Gerhard Schröder (1910-1989)

von Torsten Oppelland
Politik zwischen Staat, Partei und Konfession.

Der CDU-Politiker Gerhard Schröder zählte zu den maßgeblichen Spitzenpolitikern der frühen Bundesrepublik. Als Innen-, Außen- und Verteidigungsminister gehörte er ab 1953 sechzehn Jahre lang den verschiedenen Regierungen an. In der CDU war er der Sprecher des protestantischen Flügels, galt als aussichtsreicher Bewerber um das Kanzleramt und kandidierte bei der Bundespräsidentenwahl 1969.

Schröders Name ist verbunden mit der entschiedenen Abwehr des Kommunismus zur Zeit des Kalten Krieges, dem ostpolitischen Neuansatz Anfang der 60er Jahre sowie dem Konflikt zwischen "Atlantikern" und "Gaullisten". Stets hatte er Adenauers Politik der Westintegration und Wiederbewaffnung unterstützt, aber eine enge Kooperation mit den USA hielt er aus sicherheitspolitischen Gründen für unverzichtbar. Diese umfassende Biographie setzt neue Akzente nicht nur in der Beschreibung der Regierungspraxis von Adenauer, Erhard und der Großen Koalition, sondern auch in der Analyse der politischen Mentalität und Kultur der jüngeren Politikergeneration sowie des konservativen Spektrums im Protestantismus in den 50er und 60er Jahren.

Rezensionen (Stand Nov. 2006)

  • Rez. in: American Studies 50, 2005/1-2, S. 358
  • Martin Menke, in. H-Net Reviews, March 2004
  • Ulrich Wirz, in: Politische Studien 55, 2004, S. 98–101
  • Eckhard Jesse, in: Das Historisch-Politische Buch 52, 2004/2, S. 191
  • Ulrich Lappenküper, in: Historische Zeitschrift 278, 2004, s. 267f., u. in: Neue Politische Literatur, 48, 2003, S. 540.
  • Bruno Throß, in: Militärgeschichtliche Zeitschrift 62, 2003, S. 260–263
  • Rez. in: Zeitschrift für Politikwissenschaft, 2003/2, S. 860
  • Bernhard Löffler, in: Sehepunkte 3, 2003, Nr. 6
  • Ebba Hagenberg-Milu: „Sie küsse ich nicht – noch nicht“, in: General-Anzeiger, 27.03.2003
  • Jürgen Frölich: „’Volksparteiliche’ Karrieren in der frühen Bundesrepublik“, in: Liberal 45, 2003/1, S. 80ff.
  • Henning Köhler: „Schröders Frontbegradigung“, in: FAZ, 06.09.2002

Über diese Reihe

In der Reihe „Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte“ veröffentlicht das Archiv für Christlich-Demokratische Politik seit 1980 wissenschaftliche Studien zur Christlichen Demokratie, Darstellungen zur Geschichte der Bundesrepublik und der CDU sowie Biographien wichtiger Repräsentanten. Zu den 50 bisher erschienen Büchern zählen auch Quelleneditionen, wie Protokolle von Parteigremien oder Tagebücher von einflussreichen Politikern. Die Publikationen sind im Buchhandel erhältlich.

Bestellinformationen

Herausgeber

Günter Buchstab, Klaus Gotto, Hans Günter Hockerts, Rudolf Morsey und Hans-Peter Schwarz

ISBN

3-7700-1877-7

erscheinungsort

Düsseldorf Deutschland

seitenzahl

810

preis

48,00