Noch immer stellt für Kinder und Jugendliche, die keine Vorbilder in ihrem sozialen Umfeld haben und keine Unterstützung durch ihre Familien erfahren, die Finanzierung eines Hochschulstudiums eine große Hürde dar. Trotz guter Leistungen unterbleibt daher oft ein Studium – mit Nachteilen für die Betroffenen und die Gesellschaft. Wenn Potenziale von Kindern und Jugendlichen aufgrund sozio-ökonomischer Faktoren ungenutzt bleiben, widerspricht dies dem Grundsatz der Bildungsgerechtigkeit. Ein Bildungsaufstieg hängt von einer verlässlichen, einfachen und realistischen Studienfinanzierung ab. Eine grundlegende Reform der Studienfinanzierung ist daher notwendig: BAföG-Anträge müssen einfacher, die Bearbeitung der Anträge schneller und transparenter werden. Und vor allen Dingen: Studierende sollten seitens der Ämter und Hochschulen Wohlwollen und Unterstützung erfahren. Sie sind keine „lästigen Bittsteller“. Die Berufsberatung sollte individueller, unabhängiger von der sozialen Herkunft und besser auf die Stärken und Potenziale der jungen Menschen zugeschnitten sein.
Katja Urbatsch ist Gründerin und Geschäftsführerin von Arbeiterkind.de – sie setzt sich dafür ein, dass das BAföG novelliert wird, um Studierende besser zu unterstützen. Lesen Sie das ganze Interview „Ohne verlässliche, einfache und realistische Studienfinanzierung gelingt ein Bildungsaufstieg kaum“ mit ihr hier als PDF.
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