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Länderberichte

Die konfuzianische Renaissance

von Christiane Haupt
Anfang des Jahres 2006 wurde in Chinas Zeitungen eine heftige Debatte geführt: Jiang Qing, ein Lehrer aus Guizhou im Ruhestand, hatte in einem Artikel dazu aufgerufen, den Konfuzianismus in China als Staatsreligion zu etablieren. Nur so, meint Jiang, könne das moderne China seine großen sozialen Probleme meistern. In einem religiösen Konfuzianismus sieht Jiang eine Art Heilsbewegung, die China vor der spirituellen Verarmung retten könnte.

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Gleichzeitig bezieht sich Jiang auf Samuel Huntingtons Theorie vom Kampf der Kulturen. Die Schlussfolgerung für Jiang war: China könne sich in seiner Eigenart auf Dauer gegenüber dem Westen und dessen Christentum nur behaupten, wenn es eine eigene „Religion“ entgegenhalten könne. Diese Religion sei, so Jiang, unter besonderen staatlichen Schutz zu stellen.

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Auslandsbüro China

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Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 110 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den "Länderberichten" bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.

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