Die SPD wird bei der Landtagswahl in Niedersachsen stärkste Kraft und liegt mit 33,4 Prozent vor der CDU (28,1 Prozent). Grüne und AfD verbessern ihre Ergebnisse, während die FDP nach Verlusten nicht mehr in den Landtag einziehen wird. Damit verzeichnen zwei der drei Koalitionsparteien im Bund Verluste
Während die Union auf der Bundesebene ihre Zustimmung seit der Bundestagswahl 2021 ausbauen konnte, profitiert die Landespartei nicht von dieser Stimmung. Bei der SPD hat der Amtsbonus des Ministerpräsidenten Stephan Weil vermutlich stärkere Verluste verhindert.
Insgesamt wird das Meinungsklima im Bund wie in Niedersachsen von eingetrübten Zukunftsaussichten geprägt. Dies spiegelt sich in allen Indikatoren wider. Beispielsweise erwarteten zur Zeit der letzten Wahl 2017 nur 8 Prozent der Wahlberechtigten eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. Derzeit gehen dagegen 46 Prozent davon aus, dass sich die wirtschaftliche Lage verschlechtern wird.
Auch wenn insgesamt der Grad an gesellschaftlicher Polarisierung in Deutschland gering ist, gibt es Gruppen, die sich mehr oder minder unversöhnlich gegenüberstehen. Bei dieser Wahl manifestieren sich solche polarisierenden Entwicklungen. Die Wählerschaften von AfD und Grünen vertreten in fast allen Themenfeldern entgegengesetzte Ansichten.
Die vollständige Wahlanalyse zur Landtagswahl in Niedersachsen lesen Sie hier.
Alle Grafiken und Tabellen, auf denen die Wahlanalyse beruht, finden Sie im Tabellenanhang.
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