Details
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine markiert eine sicherheitspolitische Zäsur für Europa. Die sogenannte Zeitenwende stellt etablierte Annahmen über Frieden, Abschreckung und Zusammenarbeit grundlegend infrage. Kaum ein europäischer Staat ist von diesen Entwicklungen so unmittelbar betroffen – und zugleich so prägend für die europäische Sicherheitsarchitektur – wie Polen.
Als Frontstaat an der NATO-Ostflanke hat Polen früh vor den sicherheitspolitischen Ambitionen Russlands gewarnt und seine Verteidigungsfähigkeit konsequent ausgebaut. Massive Investitionen in die Streitkräfte, eine enge transatlantische Anbindung sowie ein starkes Engagement für die Unterstützung der Ukraine haben Polen zu einem zentralen sicherheitspolitischen Akteur in Europa gemacht. Zugleich wirft diese Entwicklung Fragen nach der strategischen Ausrichtung, der europäischen Lastenteilung und dem Verhältnis zwischen nationaler Souveränität und gemeinsamer Sicherheitspolitik auf.
Die gemeinsame Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Gesellschaft für Sicherheitspolitik Sektion Oldenburg nimmt Polens Außen- und Sicherheitspolitik in den Fokus und diskutiert ihre Bedeutung für die Zukunft Europas. Welche sicherheitspolitischen Lehren lassen sich aus polnischer Perspektive aus der Zeitenwende ziehen? Welche Impulse kann Polen für die Weiterentwicklung der europäischen und transatlantischen Sicherheitsordnung geben? Und wie lassen sich Abschreckung, Resilienz und europäische Handlungsfähigkeit nachhaltig stärken?
Programm
Donnerstag, 04.06.2026
19.30 Uhr – 19.40 Uhr Begrüßung
Martin Ahnesorg
Sektionsleiter Gesellschaft für Sicherheitspolitik Oldenburg
Manuel Ley
Politisches Bildungsforum Niedersachsen
19.40 Uhr – 21.00 Uhr Vortrag und Diskussion: Polen und die Sicherheit Europas – Lehren aus der Zeitenwende
Dr. Kamil Marcinkiewicz, Universität Breslau
Moderation: Manuel Ley
21.00 Uhr Veranstaltungsende