Im Rahmen der bundesweiten Veranstaltungsreihe „Dorfliebe – Politik persönlich nehmen“ lud das Politische Bildungsforum Niedersachsen der Konrad-Adenauer-Stiftung am 21. Mai 2026 zu einem offenen Bürgerdialog nach Westerstede ein. Ziel der Veranstaltung war es, politische Themen aus dem direkten Lebensumfeld der Menschen aufzugreifen und gemeinsam über Herausforderungen und Zukunftsperspektiven im ländlichen Raum zu diskutieren.
Nach der Begrüßung durch Manuel Ley vom Politischen Bildungsforum Niedersachsen gaben Jens Nacke MdL, Vizepräsident des Niedersächsischen Landtages, sowie Hendrik Lehners von der CDU Ammerland kurze Impulse zu aktuellen politischen Entwicklungen und zur Bedeutung kommunalen Engagements für die Zukunft ländlicher Regionen. Im Anschluss entwickelte sich eine intensive und offene Gesprächsrunde mit zahlreichen Wortbeiträgen aus dem Publikum.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen insbesondere Fragen der Infrastruktur und der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum. Ein Schwerpunkt war die Mobilität im ländlichen Raum. Diskutiert wurden unter anderem Defizite im öffentlichen Nahverkehr, fehlende Anbindungen sowie Schwierigkeiten für ältere Menschen und Jugendliche ohne eigenes Auto. Mehrere Teilnehmende verwiesen auf die Notwendigkeit flexibler Mobilitätsangebote und einer besseren Vernetzung zwischen den Gemeinden.
Darüber hinaus spielten Themen wie Migration, Integration und innere Sicherheit eine wichtige Rolle. Dabei wurden sowohl gesellschaftliche Herausforderungen als auch Fragen des sozialen Zusammenhalts angesprochen. Auch die Entwicklung der Schulen, die Qualität der Bildungsangebote sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurden thematisiert.
Besonders intensiv diskutierten die Anwesenden die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Genannt wurden unter anderem Fachkräftemangel, Bürokratiebelastungen, steigende Energiepreise sowie die Situation von Landwirtschaft und Mittelstand. Viele Teilnehmende äußerten den Wunsch nach besseren Rahmenbedingungen für Unternehmen und einer stärkeren Unterstützung regionaler Wirtschaftskreisläufe. Auch gesellschaftspolitische Fragen fanden Eingang in die Diskussion. Die Teilnehmenden sprachen über den Wandel des Dorflebens, die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements sowie die Attraktivität ländlicher Räume für junge Familien. Dabei wurde deutlich, dass viele Bürgerinnen und Bürger großes Potenzial in ihrer Region sehen, gleichzeitig aber konkrete politische Unterstützung erwarten.
Die offene Atmosphäre der Veranstaltung wurde von den Teilnehmenden positiv aufgenommen. Besonders hervorgehoben wurde die Möglichkeit, Anliegen direkt mit politischen Vertreterinnen und Vertretern zu diskutieren und konkrete Probleme aus dem Alltag anzusprechen. Die Veranstaltung machte deutlich, dass der Wunsch nach persönlichem Austausch und niedrigschwelligen Gesprächsformaten im ländlichen Raum weiterhin groß ist. Mit der „Dorfliebe-Tour“ setzt die Konrad-Adenauer-Stiftung bewusst auf den direkten Dialog vor Ort und schafft Räume, in denen politische Beteiligung und gesellschaftlicher Zusammenhalt gestärkt werden können.
Bereitgestellt von
Politisches Bildungsforum NiedersachsenÜber diese Reihe
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