KAS Colombia

Veranstaltungsberichte

El medioambiente, un desafío periodístico. Pistas para investigar y narrar historias socioambientales

Neue Publikation

Am 1. Oktober präsentierte die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) Kolumbien gemeinsam mit dem Redaktionsrat CdR die Publikation “El medioambiente, un desafío periodístico. Pistas para investigar y narrar historias socioambientales” (Die Umwelt, eine journalistische Herausforderung: Empfehlungen für Investigation und erzählende Berichterstattung über sozialökologische Themen)
El medioambiente, un desafío periodístico. Pistas para investigar y narrar historias socioambientales”  Nuevo Lanzamiento KAS Colombia
El medioambiente, un desafío periodístico. Pistas para investigar y narrar historias socioambientales” Nuevo Lanzamiento

Die sozioökologischen Probleme sind ein wichtiger Bestanteil der journalistischen Arbeit und stellen eine Herausforderung für die verschiedenen Regierungsebenen und die Zivilgesellschaft dar, vor allem angesichts der aktuellen Standards für nachhaltigen Umweltschutz. Daher sollte das Projekt, dessen Ergebnis das hier vorgestellte Handbuch ist, und das vom CdR gemeinsam mit der KAS Kolumbien durchgeführt wurde, Journalisten die über Umweltthemen berichten technische Hilfsmittel für eine präzisere Forschungsarbeit an die Hand geben.  

Teilnehmer der Veranstaltung waren die Präsidentin des Redaktionsrats CdR, Dora Montero; der Repräsentant der KAS in Kolumbien, Stefan Reith; die Koautorinnen des Buches, Angélica Cuevas und Claudia Villa; der Herausgeber Santiago Wills sowie der Direktor der „Fundación para la Conservación y el Desarrollo Sostenible“ und Experte für das Thema, Rodrigo Botero.

In seinen Eröffnungsworten betonte Stefan Reith die Bedeutung einer solchen Publikation in einem Land mit der Biodiversität Kolumbiens, in dem zurzeit um die Kontrolle der natürlichen Ressourcen gekämpft werde; dabei verwies er auf die enge Beziehung zwischen Wirtschaftsentwicklung und Erhaltung der Umwelt. Die vorliegende Publikation enthalte daher technische und journalistische Hilfsmittel für die Berichterstattung über sozioökologische Themen.  

Dora Montero erläuterte, dass ein Expertenteam über vier Jahre gemeinsam mit Akademikern an der Erstellung des Handbuchs gearbeitet habe. Es sei ein wichtiges Hilfsmittel für Journalisten bei der Berichterstattung über die aktuelle Klimakrise und diverse sozioökologische Konflikte.

Der Herausgeber Santiago Wills ging auf die verschiedenen Herausforderungen bei der Suche nach globalen Lösungen für die Klimakrise ein. Dabei erwähnte er auch die Schwierigkeiten bei der Informationsbeschaffung über Umweltprobleme vor allem während der Pandemie.  

Die Koautorin des Buches, Angélica Cuevas hielt es für unabdingbar, die Berichterstattung über Umweltkonflikte ständig zu aktualisieren, um so unter Berücksichtigung der verschiedenen Ansichten in aller Welt zum Überleben der Menschheit beitragen zu können. Gleichzeitig betonte sie die Bedeutung der politischen Statements bei der Darstellung der Umweltproblematik und der Zusammenarbeit von Journalisten und Wissenschaftlern. Für Claudia Villa trägt das Handbuchs zum besseren Verständnis der Beziehung zwischen Menschen und Umwelt bei, wobei die verschiedenen Interessen, Reaktionen und Gegensätze aus ethischer Sicht betrachtet werden. Um die Umweltproblematik in Kolumbien besser verstehen zu können, müssten die regionalen Unterschiede berücksichtigt werden. Es sei oft schwierig Strategien zu entwickeln, um den umweltpolitischen Konflikten zwischen Zivilgesellschaft, dem Unternehmenssektor und der Regierung entgegenzuwirken.

Rodrigo Botero ging in seinen Ausführungen auf die verschiedenen sozialen Konflikte in Lateinamerika ein, die oft eng Umweltproblemen verbunden seien. Auch verwies er auf die dramatischen Bedingungen unter denen diejenigen Bevölkerungsgruppen leben, die am meisten von der sanitären Krise der Pandemie des COVID-19 betroffen seien. Die Situation werde noch verschärft durch Umweltprobleme sowie den mangelnden Zugang zu Internetverbindungen und damit zu einer Kooperation durch globale Netzwerke. Abschließend ging er auf die wirtschaftlichen Spannungen ein, die sozioökologische Interessenkonflikte hervorrufen können.

Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Dora Montero den Teilnehmern und forderte die Zuschauer auf, die Publikation und die audiovisuellen Produkte des Projekts zu nutzen, die auf der Microsite des Handbuches verfügbar seien.

Ansprechpartner

Juan Moncada

Juan Moncada

Projektkoordinator

juan.moncada@kas.de +57 1 743 09 47 - 209

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.