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Veranstaltungsberichte

Rebuilding with responsibility?

von Christian Kutzscher

EUROPADIALOG II – Sustainability, recovery, and responsibility after the pandemic

Especially after the pandemic, sustainability is a key factor when restarting businesses, the economy and helping to recover. Clearly reflected in the EU Recovery plan, climate change is seen as the biggest challenge of the 21st century. However, many countries are still tackling the pandemic, suffering deaths and having limited access to rationised vaccination. Analogous to the pandemic, the divide between the Global North and the Global South is reflected in the context of sustainability.

Deutsche Version unten

 

​​​​​​​​​​​Many countries´ wealth in the Global North is a direct result of the exploitation of resources from the South. Nonetheless, reasons for climate change are often framed to push responsibility towards these countries. Overpopulation or heavy use of plastics are named as reasons why the Global South is having an impact on the accelerated climate change. Why these countries still face developmental challenges remains unnoticed.

Ana Dantas, founder of KARNAK, a youth environmental education programme in Brazil, has led the keynote and discussion in the seminar “Rebuilding with responsibility? – Sustainability, recovery, and responsibility after the pandemic”. Engaging with young people in the context of the Conference on the Future of Europe, discussion points regarding the European Union´s role towards more environmental responsibility and equality have been mentioned. The participants as well as the speaker have agreed that climate justice might be addressed by the EU, however by disregarding its responsibility towards the Global South, climate change becomes a divisive topic rather than a unifying one.


 

​​​​​​Deutsche Version

Vor allem nach der Pandemie ist die Nachhaltigkeit ein Schlüsselfaktor für die Wiederankurbelung der Unternehmen und der Wirtschaft. Wie im EU-Konjunkturprogramm deutlich zum Ausdruck kommt, gilt der Klimawandel als die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Viele Länder haben jedoch noch immer mit der Pandemie zu kämpfen, haben Todesfälle zu beklagen und haben nur begrenzten Zugang zu rationierten Impfungen. Ähnlich wie bei der Pandemie spiegelt sich die Kluft zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden auch im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit wider.

Der Reichtum vieler Länder des globalen Nordens ist eine direkte Folge der Ausbeutung von Ressourcen aus dem Süden. Dennoch werden die Gründe für den Klimawandel oft so dargestellt, dass diesen Ländern die Verantwortung zugeschoben wird. Überbevölkerung oder hoher Plastikverbrauch werden als Gründe dafür genannt, dass der globale Süden einen Einfluss auf den beschleunigten Klimawandel hat. Warum diese Länder dennoch mit Entwicklungsproblemen zu kämpfen haben, bleibt unbeachtet.

Ana Dantas, Gründerin von KARNAK, einem Umweltbildungsprogramm für Jugendliche in Brasilien, leitete die Keynote und die Diskussion im Seminar "Wiederaufbau mit Verantwortung? - Nachhaltigkeit, Wiederaufbau und Verantwortung nach der Pandemie". Im Rahmen der Konferenz über die Zukunft Europas wurde mit jungen Menschen über die Rolle der Europäischen Union in Bezug auf mehr Umweltverantwortung und Gleichberechtigung diskutiert.

Der intensive Austausch zwischen Teilnehmenden und der Referentin trägt zur Partizipation europäischer Bürger bei. Im Kontext der Konferenz für die Zukunft Europas werden die gesammelten Ideen und Vorschläge weitergeleitet und tragen zur öffentlichen Debatte bei.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.