European Union 2016 - European Parliament / CC B>-NC-ND 4.0

Country Reports

Flüchtlinge in der Türkei

by Walter Glos, Friedrich Püttmann

Ist das Geld der EU gut angelegt?

Mit dem Feuer in Moria richteten sich die Augen der Welt erneut auf Europas Migrationspolitik. Deutschland hat die Wichtigkeit dieses Themas nicht vergessen: Am Tag der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem 10. September wurde die Migrationspolitik in einer Podiumsdiskussion mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem EVP-Vorsitzenden Donald Tusk als „das neben Corona drängendste Problem in Europa“ identifiziert. Die meisten Geflüchteten weltweit befinden sich derweil auf der anderen Seite der Ägäis in der Türkei und werden dort auch mit europäischer Hilfe versorgt. Das wirft bis heute immer wieder Fragen auf in Europas Parlamenten und Medien: Wohin genau gehen die Zahlungen der EU und erfüllen sie auch ihren Zweck? Was muss geschehen, damit der Zulauf nach Lesbos nicht wieder ansteigt?

Das Flüchtlingsabkommen als Investition begreifen

Etwa 3,6 Millionen syrische Flüchtlinge leben derzeit in der Türkei. Täglich kommen durch Neugeburten circa 400 weitere hinzu. Kein Land der Welt beherbergt mehr Schutzsuchende – sowohl aus dem Bürgerkriegsland als auch insgesamt. Zudem steigt die Zahl der nicht-syrischen Geflüchteten in der Türkei enorm an. Aktuell werden sie auf 400.000 geschätzt. Die meisten von ihnen kommen aus Afghanistan und Pakistan. Es sind vor allem sie, welche unter den 12.000 Menschen waren, die Ende Februar, als die Türkei die Grenzen für offen erklärte, versuchen nach Griechenland zu gelangen. Die anderen erhalten derweil finanzielle Unterstützung der Europäischen Union im Rahmen der sogenannten Facility for Refugees in Turkey (FRIT), welche im Zuge der EU-Türkei-Erklärung vom 18. März 2016 mit 6 Milliarden Euro ausgestattet wurde.


Den vollständigen Länderbericht können Sie als PDF herunterladen.

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