Details
Lemberg, 1941. Die sechzehnjährige Nelka wird von Soldaten aufgegriffen und mit zahlreichen Mädchen und Frauen nach Westen verschleppt. Auf einem norddeut schen Gutshof werden sie zu schwerer Arbeit gezwungen. Ihr Vater hatte Nelka früh im Obstbau unterrichtet, und schon als Kind hatte sie ihm beim Veredeln der Apfelbäume geholfen. Dank dieses Wissens kann sie sich anfänglich der Zudringlichkeit des Gutsverwalters erwehren. Sie plant den Apfelanbau für ihn, und die Plantagen bescheren ihm nach dem Krieg ein Vermögen. Jahrzehnte später kehrt Nelka an den Ort ihres Leidens zurück. Sie will, dass Marten sich an das erinnert, wovon sie selbst sich endlich befreien muss. Welche Spuren die gewaltvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts und Zwangsarbeit hinterlassen haben, bis in die Gegenwart und Landschaften hinein, das macht Svenja Leiber in ihrem Roman sichtbar. Sie erzählt von Frauen, deren Wissen und Körper ausgebeutet wurden, die sich in Freundschaft verbanden und gegen Erniedrigung und Brutalität stemmten.
Agenda
Laura Svenja Leiber, 1975 in Hamburg geboren, studierte Philosophie, Literaturwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte, debütierte 2005 mit dem Erzählungsband »Büchsenlicht«, 2010 folgte der Roman »Schipino«. Im Suhrkamp Verlag erschien 2014 »Das letzte Land«, 2018 »Staub« und 2021 »Kazimira«. Svenja Leiber lebt und arbeitet in Berlin und Schleswig-Holstein.
Gesprächsleitung: Prof. Dr. Michael Braun - Konrad-Adenauer-Stiftung, Referent Literatur
Teilnahme
Der Teilnehmerbeitrag beträgt 5,00 €. Der Vorverkauf startet am 07.09.2026
Karten sind erhältlich bei der Tourist-Information Schwerin, (hier zzgl. Ticketgebühr) , Am Markt 14, 19055 Schwerin, Öffnungszeiten: Mo – Fr 10 – 18 Uhr Sa – So 10 – 16 Uhr.
Sofern Karten noch verfügbar: Abendkasse am Veranstaltungsort.
Veranstaltungsort
Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus
Puschinstr. 12
19055 Schwerin