Länderberichte

Politische Kurzberichte der KAS-Auslandsbüros

2001

Nationale Bewegung Simeon II. unterstützt Präsident Stojanov für eine zweite Amtszeit

von Josef Gruber

Die regierende Nationale Bewegung Simeon II. (NDS II) hat auf einer dramatischen Fraktionssitzung am 2.10 beschlossen, den amtierenden Präsidenten Petar Stojanov bei den im November anstehenden Wahlen zu unterstützen. Die Entscheidung der NDS II zugunsten von Stojanov soll, wie aus inoffiziellen Quellen verlautete, hart umstritten gewesen und letztlich auf Drängen von Premier Simeon Koburggotski gefallen sein.

2001

Wird Simbabwe nun vergessen?

von Anton Bösl

Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hat sich die geopolitische Landschaft verändert. Die internationale Aufmerksamkeit und Berichterstattung gilt den USA und einem möglichen Vergeltungsschlag gegen Afghanistan. Der Terror und die Kriege in Afrika, die zum Teil seit Jahren toben und Millionen von Menschenleben gekostet haben, scheinen paradoxerweise vergessen. Wird Afrika einmal mehr zum vergessenen Kontinent?

2001

Überraschende Neuwahl des Parlaments in Sri Lanka

von Marlies Salazar

Obwohl das 11. Parlament von Sri Lanka erst am 10.Oktober 2000 gewählt wurde, also vor einem knappen Jahr, hat Präsidentin Chandrika Kumaratunga am 11. Oktober 2001 überraschend das Parlament aufgelöst und Neuwahlen für den 5. Dezember 2001 anberaumt. Ihre Regierung hatte die Mehrheit im Parlament verloren und nachdem am 10. Oktober viele prominente Mitglieder ihrer Partei von der Regierungsbank zur Oppositionsbank überwechselten, wurde ihr klar, dass sie einem Misstrauensantrag diesmal nicht entgehen konnte. Um ihr Gesicht nicht zu verlieren, löste sie das Parlament am 11. Oktober 2001 auf.

2001

Die neue polnische Regierung

von Roland Freudenstein

2001

Auf dem Weg in die EU setzt Ungarn zum Endspurt an

von Josef Duchac

Mehr als zwei Drittel des Gesamtpakets konnte bisher bei den Verhandlungen Ungarns unter der EU abgeschlossen werden. Bei zügiger Arbeit kann der Prozess bis Ende 2002 beendet sein, so dass im darauffolgenden Jahr die Ratifizierung erfolgen würde.

2001

Die Bedeutung der UN-Weltkonferenz gegen Rassismus für Indien

von Helmut Reifeld

Bereits seit Anfang dieses Jahres wird in Indien eine erbitterte und äußerst kontroverse öffentliche Debatte darüber geführt, ob das Land aufgrund seines Kastensystems von den Vereinten Nationen auf die Anklagebank gesetzt werden darf. Während es vordergründig um die akademische Frage ging, was Kasten und Rassen voneinander unterscheide, konzentrierte sich die Diskussion mehr und mehr auf Fragen des indischen Selbstwertgefühls, seiner Autonomie und seiner kulturellen Identität.

2001

Argentinien vor den Wahlen

von Frank Priess

Wichtiges Signal für die Zukunft von Regierung und Parteien
Man muss derzeit wissen, dass in Argentinien am 14. Oktober wichtige Wahlen stattfinden, denn im Stadtbild merkt man es nicht: Kaum Plakate, Transparente, "meetings" und auch von den traditionellen Autokorsos ist nichts zu sehen. Etwas Polemik spritzt von Zeit zu Zeit aus den Zeitungsseiten und den Fernsehprogrammen, doch auch dort sind Kandidatenduelle alles andere als ein Quotenhit. Noch nie, so politischer Beobachter in der Hauptstadt Buenos Aires, hatte der Kampf um Wählerstimmen ein so flaches Profil und das nicht nur aufgrund der Finanzknappheit der Parteien. Eine Mitte September veröffentlichte Gallup-Umfrage kommt zu dem Ergebnis, dass sich 70 Prozent der Argentinier nicht für Politik interessieren und sich sogar 87 Prozent von keinem politischen Angebot, sei es Partei oder Parteiführer, repräsentiert fühlen. Angesichts dieses Panoramas der hochgradig unzufriedenen Wählerschaft und ihres gewaltigen Misstrauens gegen jede Art von Wahlversprechen lautet die meistdiskutierte Frage: Wie hoch ist wohl trotz Wahlpflicht die Wahlabstinenz, wie hoch fällt die Quote derer aus, die Stimmenthaltung üben oder ungültige Stimmzettel abgeben?

2001

Wohin steuert die venezolanische Außenpolitik?

von Anja Czymmeck

Der 11. September 2001 hat die Welt verändert. Die Attentate in New York und Washington haben die Menschen auch in Venezuela zutiefst erschüttert. Während die Medien in den Stunden nach den Terroranschlägen intensiv berichteten, hat Präsident Chavez ziemlich genau 36 Stunden gebraucht, bis er sich als letzter der latein-amerikanischen Regierungschefs öffentlich zu den Attentaten äußerte. Zuvor ließ er lediglich den Minister seines Präsidialbüros eine kurze Erklärung verlesen.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 80 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.