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Analysen und Argumente

Bei der digitalen Umgestaltung ist Vertrauen die wichtigste Währung

von Katharina Naumann, Pencho Kuzev, Christian Echle

Ein Vergleich mit Asien lohnt sich

Voraussetzung für Innovation ist Vertrauen in den Staat und seine digital kompetente Verwaltung. Der Blick nach Asien zeigt: Wenn Bürger beim digitalen Wandel an die Hand genommen werden, ihnen ausgereifte Verwaltungs- und Dienstleistungsplattformen zur Verfügung stehen, ist der Grundstein für den „smarten“ Staat gelegt. Eine entscheidende Rolle spielen die Einbindung von Zivilgesellschaft und Wirtschaft und die Nutzung von Open Data.

Bei digitaler Innovation geht es ebenso um Technologie und Daten, Regierungen und Firmen wie um Menschen – ihr Vertrauen in digitale Technologien, die Regierung, Unternehmen und wie sie ihre eigene Kompetenz im Umgang mit dem digitalen Zeitalter wahrnehmen. Datenschutz, der oftmals als Hemmschuh für europäische Innovation angeführt wird, ist nicht der entscheidende Faktor. Dafür spielt es eine entscheidende Rolle, wie diese angestoßen wird. Verwaltungsplattformen erweisen sich als Grundpfeiler eines digitalen „smarten“ Staates. Daneben sind die Öffnung der Regierung und Verwaltung (Open Data) und die Einbindung von Zivilgesellschaft und Wirtschaft im Sinne eines Open Government ausschlaggebend. Im Dreiklang von Staat, Wirtschaft und Bevölkerung kann auch in Deutschland die digitale Transformation dynamischer gestaltet werden: Um staatliche Innovation voranzutreiben, muss die „Data and Digital Literacy“ in der Verwaltung breit aufgebaut werden. Gleichzeitig müssen diese Fähigkeiten in der Bevölkerung stärker vermittelt werden. Für wirtschaftsgetriebene Innovationen bieten sogenannte Regulatory Sandboxes die Möglichkeit, in einem begleiteten Verfahren innovative Geschäftsmodelle zu testen.

Die vollständige Analyse zur Frage, welche Rolle Vertrauen bei digitalen Innovationen spielt, können Sie als PDF herunterladen.

Ansprechpartner

Katharina Naumann

Katharina Naumann bild

Referentin für Internationale Medienprogramme

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20. September 2021
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Über diese Reihe

Die Reihe informiert in konzentrierter Form über Analysen der Konrad-Adenauer-Stiftung zu relevanten aktuellen Themen. Die einzelnen Ausgaben stellen zentrale Ergebnisse und Empfehlungen eigener und externer Expertinnen und Experten vor, bieten Kurzanalysen von rund fünf Seiten und nennen KAS-Ansprechpartnerinnen.