Die Corona-Pandemie hat uns in vielen Lebensbereichen vor existenzielle Herausforderungen gestellt. Die Triage-Situation ist wohl eine der dramatischsten unter ihnen. Unter Triage ist die Auswahlentscheidung zu verstehen, die von ärztlicher Seite getroffen werden muss, wenn im Fall erschöpfter Intensivkapazitäten nicht mehr alle Patientinnen und Patienten ausreichend versorgt werden können. Nach welchen Kriterien soll in einem solchen Fall entschieden werden? Welche Verantwortung trifft den Gesetzgeber? Wie gehen unsere europäischen Nachbarn damit um?

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How to Triage-Gesetz?

Ein Interview mit Prof. Dr. Steffen Augsberg zum Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Dezember 2021

Lange haben Expertinnen und Experten diskutiert, ob es ein Triage-Gesetz braucht. Die Politik übte sich bislang in Zurückhaltung. Nun wurde im Dezember 2021 der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zur Triage-Thematik veröffentlicht. In einem Interview analysiert Prof. Dr. Steffen Augsberg die Situation und schätzt die Folgen ein.

Triage-Empfehlungen grenzüberschreitend betrachtet

Eine Befragung europäischer Intensivmediziner

Die Belastung der Gesundheitssysteme durch die COVID-19-Pandemie hat eine grenzüberschreitende Debatte darüber angestoßen, wie über die Zuteilung intensivmedizinischer Ressourcen entschieden werden sollte, wenn diese nicht mehr für alle Behandlungsbedürftigen reichen (sog. Triage-Situation). Mittlerweile gibt es dazu verschiedene Leitlinien, Empfehlungen und Handreichungen. Unsere Befragung europäischer Intensivmediziner vermittelt einen Eindruck, welches Vorgehen in neun Ländern empfohlen wird.

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Wer bekommt das letzte Beatmungsgerät?

Interview mit Prof. Christian Jung and Prof. Bertrand Guidet

Ärzte geraten in ein Dilemma, wenn die Pandemie dazu führt, dass intensivmedizinische Ressourcen nicht für alle Schwerkranken reichen. Eindrücke aus Deutschland und Frankreich.

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Was regeln in einem Triage-Gesetz?

Zur Zuteilung von Überlebenschancen bei unzureichenden medizinischen Ressourcen (Teil 2)

Wer soll gerettet werden, wenn es zu wenige Kapazitäten gibt? Ärzte stehen hier vor der sogenannten Triage-Problematik. Was kann der Gesetzgeber tun, um Orientierung zu geben?

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Brauchen wir ein Triage-Gesetz?

Zur Zuteilung von Überlebenschancen bei unzureichenden medizinischen Ressourcen (Teil 1)

In der Corona-Krise haben existentielle Entscheidungsfragen bedrückende Aktualität bekommen. Wenn Krankenhäuser nicht mehr über ausreichende Kapazitäten verfügen, um alle Notfallpatienten zu versorgen, muss entschieden werden, wem in welcher Reihenfolge geholfen wird. Und wer möglicherweise stirbt, weil die Ressourcen nicht reichen – die sogenannte Triage-Problematik.

Carolin Eschenfelder

Carolin Eschenfelder

Referentin Recht und Politik

carolin.eschenfelder@kas.de +49 (0)30 26996-3760