Der Umgang mit rechtspopulistischen Parteien in den nordischen Ländern
von
Dr. Tobias Etzold
Zwischen sanfter Ausgrenzung und voller Einbindung
In den nordischen Ländern – Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden – werden politische Konsensbildung, Kompromissfindung und demokratische Teilhabe traditionell großgeschrieben. Doch in den vergangenen 20 bis 30 Jahren haben sich dort, wie in vielen anderen europäischen Ländern auch, die politische Konfrontation und die gesellschaftliche Spaltung verschärft. Die politische Parteienlandschaft ist stärker fragmentiert als früher. Parteien vor allem am rechten Rand gewannen hingegen deutlich dazu. So sind in allen nordischen Ländern, Island ausgenommen , rechtspopulistische Parteien zu einer festen Größe mit signifikantem Einfluss im politischen wie gesellschaftlichen Diskurs geworden.