Die Analyse der entwicklungspolitischen Aktivitäten Chinas bildet den Auftakt einer Publikationsreihe, in deren Rahmen die Rolle und Ansätze verschiedener nicht-traditioneller Geber in der Entwicklungszusammenarbeit analysiert werden.
Die Volksrepublik China setzt das Instrument der Entwicklungszusammenarbeit gezielt zur Förderung und Durchsetzung eigener globaler Interessen ein, und zwar mit immer größeren Mitteln. Im Gegensatz zu den westlichen Geberländern ist China als Nicht-Mitglied des OECD-Entwicklungsausschusses (DAC) dabei nicht an dessen Standards gebunden. Westliche Akteure kritisieren beispielsweise die Undurchsichtigkeit chinesischer Entwicklungszusammenarbeit (EZ) Während die Volksrepublik mit ihrem Ansatz vielen Entwicklungsländern eine alternative Partnerschaft anbietet, die nicht auf westlichen Werten, sondern – offiziell – den Prinzipien der Süd-Süd-Kooperation basiert, bergen die entwicklungspolitischen Aktivitäten Chinas auch Risiken für die Partnerländer, beispielsweise hinsichtlich der Schuldentragfähigkeit.
Welche Grundsätze, Schwerpunkte und Entwicklungen die chinesischen entwicklungspolitischen Aktivitäten prägen und was dies für den Umgang der deutschen EZ mit China bedeutet, erläutert unser China-Experte Heiko Herold.
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