Nach Irland und Griechenland war Portugal das dritte Land, das von EU und IWF umfangreiche Finanzhilfen in Anspruch nehmen musste. Im Rahmen der Veranstaltung "Portugal - eine europäische Erfolgsgeschichte" diskutierten der portugiesische Botschafter in Deutschland, Luís de Almeida Sampaio, der Hamburger Bundestagsabgeordnete und Haushaltsexperte Rüdiger Kruse und der KAS-Auslandsmitarbeiter für Spanien und Portugal, Thomas B. Stehling, wie Portugal den Weg aus der Krise gefunden hat und welche Lehren sich aus diesen Erfahrungen ableiten lassen.
Andreas M. Klein, Leiter des Politischen Bildungsforums Hamburg der Konrad-Adenauer-Stiftung, begrüßt die Gäste und Referenten und gibt eine kurze thematische Einführung. Portugal hat es geschafft, nach tiefgreifenden Reform- und Sparanstrengungen nach 3 Jahren im Jahr 2014 den EU-Rettungsschirm zu verlassen.
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Das Publikum folgte aufmerksam der von Kathrin Erdmann vortrefflich geleiteten Diskussion. Insgesamt fanden knapp 140 Personen den Weg in das Museum für Kunst und Gewerbe, um sich über Portugals Weg aus der Krise zu informieren.
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Luís de Almeida Sampaio erläuterte zu Beginn des Vortrags Portugals Weg aus der Krise. Hierbei zeigte er allerdings auch deutlich auf, dass noch ein weiter Weg vor den Portugiesen und Europa liegt. Das Schwierigste sei dennoch erfolgreich überwunden wurden.
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Die Panelisten erläuterten Gründe und Faktoren für die Erfolgsgeschichte Portugals in den letzten drei Jahren. Eine gut ausgebildete junge Generation, eine erfolgreiche Privatisierung, sowie die besonderen Beziehungen zu portugiesisch sprechenden Ländern, wie zum Beispiel Angola, halfen dem Land unter anderem wieder auf die Beine. Thomas B. Stehling sah durchaus eine positive Seite in der Krise Portugals: "Der Mantel der Wohligkeit wurde weggezogen", so wurden Probleme aufgedeckt und gelöst.
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Die Moderatorin Kathrin Erdmann leitete souverän durch die Veranstaltung. Die kritischen Zuschauerfragen am Ende wurden von den Referenten detailliert beantwortet. Unter anderem wurde gefragt, ob die Einschätzung nicht zu positiv sei. Thomas B. Stehling machte daraufhin noch einmal deutlich, dass Portugal noch einen langen Weg vor sich habe. "Das Glas sei dennoch eher halb voll als halb leer."
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Andreas M. Klein bedankte sich abschließend bei den Referenten und dem Publikum für die gelungene Diskussion, in der Portugals Weg aus dem EU-Rettungsschirm sehr facettenreich und interessant dargelegt wurde.
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Die Veranstaltung lockte auch jüngeres Publikum in das Museum für Kunst und Gewerbe. Der portugiesische Botschafter Luís de Almeida Sampaio suchte das Gespräch zu diesem Schüler, der ebenfalls aus Portugal kommt.
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Nach einer kurzen Begrüßung durch den Leiter des Politischen Bildungsforums Hamburg Andreas M. Klein, blickte der Botschafter von Portugal in Deutschland Luís de Almeida Sampaio zurück auf Portugals Zeit unter dem EU-Rettungsschirm und gab einen Ausblick auf anstehenden Herausforderungen. Die Portugiesen haben das umfassende Reformprogramm stets als Chance gesehen und zu ihrem eigenen, nationalen Projekt gemacht, so Sampaio. Dies wird auch in der späteren Diskussion von Rüdiger Kruse, Mitglied des deutschen Bundestages, und Thomas B. Stehling, dem Leiter des KAS-Auslandsbüros in Madrid als Hauptgrund für Portugals wirtschaftliche Wiederauferstehung gesehen.
Gut 140 Teilnehmer waren in den vollen Spiegelsaal des Museum für Kunst und Gewerbe gekommen, um sich über die Erfolgsgeschichte Portugals zu informieren und mit den Gästen auf dem Panel zu diskutieren. Die Diskussion wurde souverän von der NDR-Journalistin Kathrin Erdmann geleitet. Dabei wurde kontrovers diskutiert, da nicht jeder Teilnehmer aus dem Publikum unwidersprochen den Paneldiskutanten die "Erfolgsgeschichte" Portugals abnahm, zu groß seien die sichtbaren sozialen Verwerfungen im Lande.
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