Details
Aus unserem digitalen Netzwerktreffen im Oktober 2025 zum Thema Städtebau und Demokratie resultieren folgende Erkenntnisse:
- Zufällige Begegnungen sind nötig, damit wir unsere vielfältige Gesellschaft erleben.
- Gute Begegnungen entstehen oft da, wo sich Menschen auskennen und Orte mitgestalten.
- Eine resiliente Demokratie entsteht in einer Gesellschaft von Menschen, die sich kennen und sich deshalb vertrauen.
Bei unserem Präsenztreffen in Berlin vertiefen wir das Thema und richten den Fokus auf gemeinwohlorientiertes Bauen und Wohnen:
- Was bedeutet es für Kommunen, Städtebau als demokratischen Aushandlungsprozess zu organisieren?
- Wie gelingt der Dreiklang aus bezahlbarem Wohnraum, Mitbestimmung und Mitgestaltung?
An konkreten Beispielen wird der Einfluss von Architektur und Stadtgestaltung auf die Aufenthaltsqualität und die Wahrnehmung von städtischen Räumen veranschaulicht. Ausgehend von der Prämisse, dass sich Gemeinwohl bauen lässt, diskutieren wir über aktuelle Trends der kommunalen Bau- und Wohnungspolitik. Wir blicken auf veränderte Rahmenbedingungen für Politik und Verwaltung, wenn Städtebau als Aushandlungsprozess für vielfältige und zukunftsfähige Kommunen gelebt wird.
Beispiele für gemeinwohlorientiertes Bauen und Wohnnen veranschaulichen zentrale Aspekte wie bezahlbaren Wohnraum, Mitbestimmung und Mitgestaltung. Das umfasst das Potenzial von Genossenschaften, kooperative Wohnformen, Initiativen für den Wohnungsbau oder alternative Eigentumsmodelle ebenso wie den Nutzen bestimmter Gebäudetypen und Beispiele partizipativer Stadtgestaltung. Sie sind herzlich eingeladen, eigene kommunale Beispiele mitzubringen und mit uns zu diskutieren, wie Städtebau dazu beitragen kann, mehr Miteinander zu fördern.
Agenda
Mittwoch, 17. Juni 2026
18.00 Uhr | Begrüßung und Einführung
- Nadine Züll, KommunalAkademie, Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
- Ulrike Berendson, Deutsches Institut für Stadtbaukunst
Macht Stadt gemeinsam! Städtebau als demokratischer Aushandlungsprozess
- Stephan Willinger
Dipl. Ing. Raumplanung, Stadtinnovationsforscher, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung BBSR, Projektleiter für die Nationale Stadtentwicklungspolitik
Gemeinwohlorientierte Bau- und Wohnungspolitik: Trends und Perspektiven aus Skandinavien
(angefragt)
- Christine Leuchtenmüller, Leiterin des Auslandbüro Nordische Länder der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. mit Sitz in Stockholm
19.30 Uhr | Ausblick
Donnerstag, 18. Juni 2026
9.00 Uhr | Fokus Genossenschaften und kooperatives Wohnen
Potenziale von Genossenschaften für die Stadtentwicklung und die Gesellschaft
- Dr. Barbara König, Dipl.-Ing. Architektur, Soziologin | Geschäftsführerin Genossenschaftsforum e.V.
Kooperative Wohnformen in Sachsen
- Roman Grabolle | Projekt „Kooperative Wohnformen Chemnitz“ im Rahmen des Stadtumbaumanagements in Chemnitz, Dezentrale – Netz für gemeinschaftliches Wohnen in Sachsen
Genossenschaftliches Bauen und Wohnen am Beispiel von München Freiham
- Werner Schührer, Architekt | Westner Schührer Zörner, Architekten und Stadtplaner
12.00 Uhr | Mittagimbiss
13.00 Uhr | Praxislabor Städtebau und Demokratie
Community Land Trusts (CLTs) – Boden als Gemeingut
- Dr. Sabine Horlitz, Architektin und Stadtforscherin | Vorstandsvorsitzende Stadtbodenstiftung
Lebenswerte Stadträume schaffen – Das Flügelhaus
- Stephan Schaefer, Architekt | Vorstandsmitglied Deutsches Institut für Stadtbaukunst
Städtebau und Baukultur am Beispiel der Gestaltung des Obermünsterviertels von Regensburg
- Isabella De Andrade Adauto Costa | Leiterin der Abteilung Planung Innenstadt und Vorbereitende Bauleitplanung, Amt für Stadtplanung und Mobilität, Stadt Regensburg
Gemeinwohlorientiertes Mietmodell – bezahlbare Kleinstwohnungen nach Baukastenprinzip
- Van Bo Le-Mentzel, Architekt | Gesellschafter und Geschäftsführer Gemeinwohlbau GmbH
14.45 Uhr | Schlusswort mit Ausblick
Organisatorische Hinweise (u.a. Kosten und Unterkunft)
- Programmänderungen vorbehalten.
- Nach Anmeldung erhalten Sie zunächst eine automatische Registrierungs-Bestätigung. Die Bestätigung der Anmeldung erfolgt in einer separaten Mail. Aufgrund der begrenzten Teilnehmer-Zahl orientieren wir uns hierbei am Eingang der Anmeldung.
- Der Tagungsbeitrag beträgt 70 €, bzw. ermäßigt 35 € (inkl. Unterkunft/Verpflegung) und 40 €, bzw. ermäßigt 20 € (ohne Unterkunft). Weitere Hinweise hierzu finden Sie in unseren Allgemeine Geschäftsbedingungen.
- Für Teilnehmende, die eine Übernachtungsmöglichkeit benötigen, haben wir Zimmer reserviert (Motel One Berlin-Tiergarten, An der Urania 12/14, 10787 Berlin).
- Im Übrigen gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen.