National Book Award

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Ehrung für Anja Kampmann

by Michael Braun

EHF-Stipendiatin der Adenauer-Stiftung erhält Medaille des National Book Award

"Wie hoch die Wasser steigen": Anja Kampmann ist mit ihrem Roman als Nominierte für den National Book Award mit einer Medaille ausgezeichnet worden. Der Preis ist, neben dem Pulitzer-Preis, die angesehenste literarische Auszeichnung in den USA.

Anja Kampmann, 1983 in Hamburg geboren, begann ihre literarische Laufbahn mit Gedichten und Kurzgeschichten. 2015 erhielt sie ein Stipendium aus dem Else-Heiliger-Fonds der Konrad-Adenauer-Stiftung. 2018 erschien ihr Roman "Wie hoch die Wasser steigen", die europäische Migrationsgeschichte eines Bohrinsel-Arbeiters, der sich auf Malta, in Italien, Ungarn und Deutschland auf die Spuren seiner Identität und auf die Suche nach Heimat begibt. Von der Kritik wurden die sozial- und ökopolitische Thematik sowie die poetische Sprachkraft hoch gelobt. Der Roman wurde 2018 für den Preis der Leipziger Buchmesse, den aspekte Literaturpreis und den Deutschen Buchpreis nominiert, die Autorin erhielt dafür im gleichen Jahr den Förderpreis zum Lessing-Preis und den Förderpreis Literatur der Stadt Lüneburg. Im September 2020 erschien die Übersetzung des Romans ins amerikanische Englisch ("High as the Waters Rise"). Das ist bei Neuerscheinungen aus der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur höchst selten.

In der Kategorie Übersetzte Literatur wurde „Wie hoch die Wasser steigen“ neben übersetzten Werken aus dem Arabischen, dem Japanischen, dem Spanischen und dem Schwedischen für den angesehenen Preis nominiert. Durchgesetzt hat sich schließlich „Tokyo Ueno Station“ von Yu Miri aus Japan. Eine Medaille des National Book Awards ist der deutschen Autorin Anja Kampmann dennoch sicher.

Sehen Sie die Preisverleihung, die in diesem Jahr online vergeben wurde hier

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Prof. Dr. Michael Braun

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