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Mit der Wiedervereinigung war die Ansicht weit verbreitet, dass von der kommunistischen Diktatur nicht mehr bliebe als eine Fußnote in der Geschichte Deutschlands. Die Gegenwart zeigt eine völlig andere Entwicklung. Selten wurde über die DDR-Geschichte kontroverser gestritten als heute. So werden die Verbrechen einerseits verharmlost und relativiert. Andererseits fehlt die gesellschaftliche Anerkennung von gelungenem Leben, die viele Bürgerinnen und Bürger bis heute vermissen.
Junge Menschen, die nie in der DDR gelebt haben, nutzen die Geschichte als Referenzpunkt für Widerstand und Staatsskepsis.
Wie kann eine angemessene Beschäftigung mit der DDR aussehen? Was braucht es für eine differenzierte Erinnerung, die Biographien und Anderssein achtet, ohne demokratische Grundwerte infrage zu stellen? Und wie werden wir die DDR in Zukunft erinnern?
Herzliche Einladung!