Details
Deutschland und Frankreich stehen vor sehr großen Herausforderungen: Die Anpassung ihrer sozialen Sicherungssysteme an die steigenden Kosten und ihre wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit an die internationalen Bedingungen.
Die Unternehmen fordern vom Staat Entlastung von drückenden Auflagen. Die Bürgerinnen und Bürger fürchten soziale Zumutungen wie steigende Beiträge für Rente und Gesundheit. Beide erwarten vom Staat geringere Steuern. Der Staat muss seine Schulden im Zaum halten, zugleich aber in Verteidigung, Infrastruktur, Klimaanpassung und den digitalen Aufholprozess investieren.
Deutschland und Frankreich können diesen Spagat nur überbrücken, wenn Staat, Gesellschaft und Wirtschaft in beiden Ländern reformfähiger werden. Die entscheidende Frage lautet: Aber wie? Denn zugleich besteht die Erwartung, dass Zumutungen gerecht verteilt werden, Leistungen bezahlbar bleiben, Sicherheit und Wohlstand keine Luxusgüter werden.
Wird es der Politik gelingen, diesen Knoten zu entwirren? Mit [Person aus D] und [Person aus F] diskutieren wir, was zu tun ist, um die Reformbereitschaft auf allen Seiten zu fördern, und wie auf staatlicher, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Seite ein gemeinsamer Wille zur Überwindung des Reformstaus geschaffen werden kann.
Diese Veranstaltung findet im Rahmen der deutsch-französischen Zukunftswerkstatt statt, die eine Kooperation von Konrad-Adenauer-Stiftung, Institut francais und Centre Ernst Robert Curtius der Universität Bonn darstellt.
Agenda
18.15 Uhr
Begrüßung und Einführung
Prof. Dr. Martin Reuber, St. Augustin
Konrad-Adenauer-Stiftung, Büro Bundesstadt Bonn
Wie reformfähig sind wir in Deutschland und Frankreich?
Dr. Stefanie Seele, Köln
Senior Economist für Arbeitsmarktökonomik beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln
NN. (Frankreich)
Moderation
Andreas Noll, Bonn
Journalist Deutschlandfunk/Deutsche Welle
19.15 Uhr
Ende der Veranstaltung