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forum digital: Online-Verfahren im Zivilrecht

Vom Reallabor in die Praxis für einen besseren Zugang zum Recht

Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene Dinge. Gerade bei geringen Streitwerten halten unklare Aufwendungen und eventuell hohe Kosten Betroffene oft davon ab, den Rechtsweg einzuschlagen. Um in diesen Fällen den Zugang zum Recht zu erleichtern, wird aktuell ein Online-Verfahren im Zivilrecht erprobt. Reallabore bieten dafür sichere Rahmenbedingungen. Welche Vorteile Online-Verfahren für Bürgerinnen und Bürger aber auch Gerichte bieten können und wie Reallabore funktionieren, diskutieren wir mit Experten aus Politik, Justiz und Technik.

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Details

Online-Verfahren für einen besseren Zugang zum Recht

Gerade bei geringen Streitwerten gilt es abzuwägen, ob zu erwartende Aufwendungen und Kosten den ungewissen Ausgang eines Rechtsweges überhaupt rechtfertigen. Trotz bestehendem Recht wird dann oft auf seine Inanspruchnahme verzichtet. Online-Verfahren als völlig neue Verfahrensart in der Zivilgerichtsbarkeit könnten hier Abhilfe schaffen. Mit einfachen, nutzerfreundlichen und durchgängig digital geführten Verfahrensabläufen würden für die Bürgerinnen und Bürger der Zugang zum Recht gestärkt und die Prozesse an den Zivilgerichten beschleunigt und effizienter gemacht werden.

 

Vom Reallabor in die Praxis

Das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz erprobt aktuell gemeinsam mit der DigitalService GmbH des Bundes und Pilotgerichten in ganz Deutschland diese Online-Verfahren. Die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür wurden durch das Gesetz zur Entwicklung und Erprobung eines Online-Verfahrens in der Zivilgerichtsbarkeit (OVErpG) bereits im Dezember 2025 geschaffen. In der geschützten Umgebung eines Reallabors können praktische Erfahrungen gesammelt, Korrekturen vorgenommen und Ergänzungen eingefügt werden, bevor die neue Verfahrensart in die allgemeine Praxis überführt wird. Unsere Veranstaltung wertet mit den beteiligten Akteuren aus Politik, Justiz, Technik und Rechtspraxis die bisher gemachten Erfahrungen aus und diskutiert die Potentiale solcher Innovationen für den Rechtsstaat.

Agenda

19:00 Begrüßung

Tobias Wangermann

Konrad-Adenauer-Stiftung

19:05 Uhr Podiumsdiskussion

Dr. Philip Scholz

Referatsleiter, Bundesministerium der Justiz und für Verbrauscherschutz

Stephanie Kaiser (angefragt)

Chief Product Officer, DigitalService GmbH des Bundes

Sabine Fuhrmann

Vizepräsidentin, Bundesrechtsanwaltskammer

Dr. Florian Schärdel

Richter, Amtsgericht Schöneberg

 

Moderation

Tobias Wangermann

Konrad-Adenauer-Stiftung

20:30 Uhr Kleiner Empfang

Imbiß und Getränke

 

Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme ist kostenlos. 

Sie können sich für die Teilnahme vor Ort oder online im Livestream anmelden. Nutzen Sie dafür bitte unser Online-Anmeldeformular und klicken die entsprechende Option an. Die Anzahl der Plätze im Veranstaltungsraum ist begrenzt. Bei einer Teilnahme online im Livestream bekommen Sie zeitnah zur Veranstaltung einen Zugangslink zugesendet.

 

Die Veranstaltung wird multimedial begleitet. Die Teilnehmenden erklären mit der Anmeldung ihr Einverständnis, dass die Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. das vor, während oder nach der Veranstaltung entstandene Foto- und Filmmaterial zeitlich unbegrenzt sowohl im Online- als auch Printformat für Zwecke der Presse und Öffentlichkeitsarbeit verwenden darf.

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Venue

Academy of the Konrad-Adenauer-Foundation Tiergartenstr. 35, 10785 Berlin Deutschland

Arrival

Contact Tobias Wangermann
Portrait Tobias Wangermann
Policy Advisor Digitalisation
tobias.wangermann@kas.de +49 30 26996-3380