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Berlin als Schwammstadt: Mit dem Fahrrad auf den Spuren der klimaresilienten Stadt

3 Fahrradtouren mit der Berliner Regenwasseragentur zeigten, wie Regenwassermanagement, Stadtgrün und innovative Infrastruktur Berlin auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten.

Wie kann eine Großstadt auf zunehmende Hitze, Trockenheit und Starkregen reagieren? Auf drei geführten Fahrradtouren durch Berlin erkundeten die Teilnehmenden konkrete Beispiele einer nachhaltigen und klimaangepassten Stadtentwicklung. Dabei wurde deutlich, wie das Konzept der Schwammstadt dazu beitragen kann, Lebensqualität, Umwelt- und Klimaschutz miteinander zu verbinden.

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Wie kann Berlin den Herausforderungen von Hitze, Trockenheit und Starkregen begegnen? Dieser Frage widmeten sich in den vergangenen Wochen drei Fahrradtouren des Politischen Bildungsforums Berlin gemeinsam mit der Berliner Regenwasseragentur.

Unter dem Motto „Schwammstadt Berlin erfahren“ erkundeten die Teilnehmenden Orte, an denen bereits heute sichtbar wird, wie sich die Hauptstadt an die Folgen des Klimawandels anpasst. Die Route führte vom Potsdamer Platz über den Gendarmenmarkt, den Hegelplatz und das Marx-Engels-Forum bis zum Flussbadgarten am Spreekanal und zur Bauakademie. An den verschiedenen Stationen wurde deutlich, wie vielfältig die Ansätze sind, mit denen Berlin den natürlichen Wasserkreislauf wieder stärker in die Stadt integriert.

Im Mittelpunkt stand das Prinzip der sogenannten Schwammstadt. Ziel ist es, Regenwasser möglichst dort zurückzuhalten, zu speichern oder versickern zu lassen, wo es anfällt, anstatt es schnell über die Kanalisation abzuleiten. Wie dies in der Praxis umgesetzt werden kann, wurde an mehreren Beispielen veranschaulicht: Am Potsdamer Platz erfuhren die Teilnehmenden, welchen Beitrag extensive Dachbegrünungen zur Wasserrückhaltung und zur Kühlung dicht bebauter Stadtquartiere leisten können. Auf dem Gendarmenmarkt wurde die Bedeutung von unterirdischen Rigolen erläutert, die Regenwasser aufnehmen, zwischenspeichern und kontrolliert an den Boden abgeben.

Am Hegelplatz standen innovative Elemente des Regenwassermanagements im Mittelpunkt. Hier wurde gezeigt, wie sogenannte „Grüne Gullis“ sowie begrünte Mulden Niederschlagswasser aufnehmen, versickern lassen und gleichzeitig zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen. Weitere Stationen wie das Marx-Engels-Forum oder die Bauakademie verdeutlichten, wie klimaangepasste Stadtentwicklung, nachhaltige Freiraumplanung und moderne Infrastruktur zusammenwirken können.

Die vorgestellten Maßnahmen leisten dabei gleich mehrere Beiträge: Sie entlasten die städtische Infrastruktur, verringern das Risiko von Überflutungen bei Starkregen und verbessern das Mikroklima in dicht bebauten Quartieren. Gleichzeitig schaffen sie mehr Grünflächen und erhöhen die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.

Gerade für Berlin gewinnt dieser Ansatz zunehmend an Bedeutung. Häufigere Hitzewellen, längere Trockenperioden und intensivere Starkregenereignisse stellen die Stadt vor neue Herausforderungen. Die hohe Versiegelung vieler Flächen verstärkt diese Entwicklungen zusätzlich. Das Konzept der Schwammstadt zeigt, wie Klima- und Gewässerschutz, nachhaltige Stadtentwicklung und lebenswerte öffentliche Räume zusammengedacht werden können.

Ein besonderes Beispiel für die Verbindung von Wasser, Stadtentwicklung und Aufenthaltsqualität bot der Flussbadgarten am Spreekanal. Hier wurde deutlich, wie Regenwassermanagement, ökologische Aufwertung und die Nutzung öffentlicher Räume ineinandergreifen können und welchen Mehrwert naturnahe Lösungen für die Stadt von morgen bieten.

Fazit: Berlin hat bereits wichtige Schritte auf dem Weg zu einer klimaresilienten Stadt unternommen. Zugleich wurde sichtbar, wie groß das Potenzial weiterer Projekte ist. Regenwasser als Ressource zu verstehen und intelligent in die Stadtplanung einzubinden, wird eine entscheidende Aufgabe für die Stadt der Zukunft sein. Die Schwammstadt ist mehr als ein technisches Konzept. Sie zeigt, wie Städte lebenswerter, widerstandsfähiger und gleichzeitig nachhaltiger gestaltet werden können.

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